Neun Punkte fehlten Valentino Hutter vor dem Finale der Österreichischen Enduro-Staatsmeisterschaft auf Maurice Egger. Zwei Renntage blieben ihm, um diesen Rückstand aufzuholen. Die Zirbenland Trophy in Obdach wurde damit zum Schauplatz einer Titelentscheidung, bei der jeder Platz zählte.
Gefahren wurde klassisches Enduro: eine rund 60 Kilometer lange Etappe durch die Seetaler Alpen mit drei gezeiteten Sonderprüfungen. Vale beschrieb die erste als technisch, die zweite als schneller und die dritte als Motocross-Prüfung auf der Wiese. Teile der Strecke führten über Gelände, das bereits bei der Six Days 1976 genutzt worden war.
Samstag
Am Samstag passte für Vale alles zusammen. Er holte den Sieg, während Egger Vierter wurde. Aus neun Punkten Rückstand waren über Nacht nur noch zwei geworden. Die Meisterschaft war wieder offen, entschieden war noch gar nichts.
Sonntag
Vor dem letzten Renntag war die Nervosität hoch, wie Vale später erzählte. Er musste vor Egger bleiben und durfte sich auf keiner der Sonderprüfungen einen größeren Fehler leisten. Vale lieferte: Am Sonntag fehlten ihm nur drei Zehntelsekunden auf den Tagessieg. Er wurde Zweiter, Egger Dritter.
Damit holte Vale genau die zwei Punkte auf, die ihm noch gefehlt hatten. Beide beendeten die Meisterschaft punktegleich. Laut AMF-Reglement entschieden nun die Platzierungen der Saison: zuerst die Siege, dann die zweiten Plätze und so weiter. Nach Vales Schilderung hatten beide gleich viele Siege und zweite Plätze. Sein zusätzlicher dritter Platz gab den Ausschlag. Valentino Hutter ist österreichischer Enduro Open Staatsmeister 2026.
Für den 18-Jährigen ist es der erste Titel in der Open-Klasse. Nach dem Rennen bedankte er sich beim gesamten X-GRIP Team für die Unterstützung. Wie sich das Ganze anfühlte, brachte er selbst deutlich kürzer auf den Punkt: „Mega, mega cool.“
Quelle: X-Grip
Fotos: Prpfl, Irina
MR/DA