KTM-V2 gegen BMW-Boxer, Giovanni Sala gegen Simo Kirssi und Chris Pfeiffer: Die großen Zweizylinder haben am Erzberg ein eigenes Kapitel geschrieben. Die KTM 950 Super Enduro R Erzbergrodeo Edition erinnert an diese Zeit – und ihre Nummer 1 ging an Erzbergrodeo-Veranstalter Karl Katoch.
Wer diese Motorräder am Erzberg erlebt hat, vergisst sie nicht. Gewaltiger Sound, Schotterfontänen und Fahrer, die schwere Zweizylinder mit erstaunlicher Präzision über den Berg jagten. KTM gegen BMW war ein prestigeträchtiges Duell. Giovanni Sala auf der KTM, Simo Kirssi und Chris Pfeiffer auf den BMW-Boxern: Hier trafen unterschiedliche Konzepte auf denselben Anspruch – vorne zu sein.
Doch auch diese Ära hatte ein Ende. Mit dem Aus der großen Zweizylinder bei der Dakar veränderte sich deren sportliche Bühne. Auch die Rivalität zwischen KTM-V2 und BMW-Boxer am Erzberg verlor ihre Fortsetzung.
Die Erinnerung daran bekam dafür eine besondere Form: die KTM 950 Super Enduro R „Erzbergrodeo Edition“. Nach Karl Katochs Erinnerung waren damals nur noch 70 Maschinen verfügbar. Aus dem verbliebenen Bestand wurde ein Motorrad mit direktem Bezug zu jenem Berg, an dem die 950er ihre Qualitäten eindrucksvoll gezeigt hatte.

Die Edition Nummer 1 wurde durch Heinz Kinigadner an Karl Katoch übergeben. Eine passende Verbindung: Kinigadner, eng mit der KTM-Offroad-Geschichte verbunden, und Katoch, der mit dem Erzbergrodeo die Bühne für diese unvergessenen Duelle geschaffen hatte.
Das Foto hält diesen Moment fest. Eine orange 950er, die Beteiligten rundherum und ein Stück Erzberg-Geschichte auf zwei Rädern.
Ob mit dieser Nummer 1 irgendwann noch Geschichte geschrieben wird, bleibt offen. Eine Geschichte hat sie jedenfalls schon.
Bildunterschrift: Die KTM 950 Super Enduro R Erzbergrodeo Edition bei ihrer Präsentation. Von links: Roland Saier, Erich Brandauer, Karl Katoch, Heinz Kinigadner und Martin Schenk. Die Edition Nummer 1 wurde durch Heinz Kinigadner an Erzbergrodeo-Veranstalter Karl Katoch übergeben.

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