MotoGP in Italien – LIVE auf ServusTV

Keine Stunde vom Ducati-Hauptquartier entfernt, führt der Sieg auf dem toskanischen Highspeed-Circuit nur über die Bikes aus Borgo Panigale. Von den letzten acht Rennen am Autodromo Internazionale del Mugello gewannen die roten Kraftpakete sieben. ServusTV und ServusTV On übertragen den Grand Prix von Italien LIVE. Qualifying und Sprint am Sa., 30.05., ab 10:40 Uhr; Rennen am So., 31.05., ab 10:20 Uhr

Ducati hart am Gas - wer holt den Sieg?

 

Chaos in Barcelona
Einen veritablen Horror-Sonntag erlebte die MotoGP in Barcelona. Drei Starts, Álex Márquez und Johann Zarco im Krankenwagen abtransportiert, weitere Piloten verletzt. Ist nach derart schweren Unfällen die Wiederaufnahme des Grand Prix überhaupt vertretbar? „Man hat relativ schnell erfahren, dass beide Fahrer bei Bewusstsein und außer Lebensgefahr sind, die Strecke war in einem guten Zustand“, rekapituliert ServusTV-Experte Stefan Bradl. „Nach einem Sturz aufzustehen und weiterzumachen, steckt ja in der DNA eines MotoGP-Fahrers. Dass dann nicht mehr jeder ganz bei der Sache ist, muss man menschlich auch verstehen.“

Weniger nachvollziehen kann Bradl, wenn mehrere Fahrer nach dem Rennen öffentlich bereuen, sich wieder aufs Bike gesetzt zu haben. „Da denke ich mir, Leute, das im Nachhinein zu sagen, ist sinnlos. So etwa gehört in dem Moment besprochen.“ Konzepte zu erstellen, wann und ob neu gestartet werden soll, hält der ServusTV-Experte für schwer umsetzbar. „Man wird nicht alle Beteiligen befriedigen, dafür fließen zu viele Meinungen ein. Du hast die Werke, die Millionen in das Projekt investieren. Dann den Veranstalter, der dafür sorgt, dass du Zuschauer kommen. Und die Gladiatoren, die für die Show verantwortlich sind.“

Ärger um Ergebniskorrektur
Auch im Nachgang gab die MotoGP kein gutes Bild ab, denn sechs Strafen führten zu einer massiven Ergebniskorrektur, fünf davon wegen irregulären Reifendrucks. „Nach zwei Abbrüchen herrscht bei Mechanikern und Fahrern eine gewisse Unsicherheit. Wann wird das Rennen neu gestartet? Wird überhaupt neu gestartet? Du hast gestürzte Fahrer und nicht mehr die Reifen zur Verfügung, die auf dem gecrashten Motorrad drauf waren. Und in der Hektik muss der Reifendruck auch noch passen?“ Bradls Fazit: „Diese Regel ist in solchen Situationen kompletter Schwachsinn.“

Sportlich setzte sich im turbulenten Grand Prix von Katalonien Fabio Di Giannantonio durch, nun seit seinem sechsten Rang zum WM-Auftakt in Thailand immer in den Top 4. „Diggia hat erkannt, dass Konstanz der Schlüssel ist, vorne mitzumischen“, so der 131-fache MotoGP-Starter. „Klar gehört auch Glück dazu. Er ist aber immer in Lauerposition, was ihm erlaubt, mit einem vierten oder fünften Platz ganz ordentlich zu punkten und dann zu profitieren, wenn jemand das Ding aus dem Nichts wegschmeißt.“

Ernüchternd verlief hingegen das Wochenende für Aprilia. „Die haben einen ordentlichen Dämpfer bekommen. Das war in der Härte nicht zu erwarten.“, staunt Bradl. „Dabei war Le Mans eine Machtdemonstration von Jorge Martín. Ja, er mag die Strecke, sie ist aber vom Grip-Level sehr hoch, was der Aprilia an sich nicht liegt. Barcelona bedeutet hingegen Low-Grip, da ist das Bike normalerweise stark.“ Für Marco Bezzecchi gab’s nach den verhängten Strafen noch Schadensbegrenzung, der gestürzte Martín legte am folgenden Testtag aber den nächsten Crash nach, der ihn prompt ins Spital katapultierte.

Mugello: Ducatis Haus- und Hofstrecke
Dass der Titel nur über den Hersteller aus Noale führt, müsse man dementsprechend etwas relativieren, glaubt der ServusTV-Experte, zumal noch 16 WM-Stationen ausstehen. „Das Niveau liegt sehr nah beisammen. Ducati ist nicht mehr so dominant, Aprilia hat jetzt aber auch eine am Deckel bekommen. Acosta auf KTM kann immer wieder mitschnuppern, dann kommt Pecco ab und zu aus der Versenkung. Und Álex Márquez war eigentlich in Barcelona sehr schnell. Schön finde ich, dass auch Honda wieder ein bisschen mitfährt.“

Und selbstverständlich wäre da noch Di Giannantonio, der beim Highspeedspektakel in Mugello neuerlich im Fokus stehen dürfte. Im Vorjahr teilte sich der VR46-Akademiker auf der Haus-und Hofstrecke von Ducati das Stockerl mit den Márquez-Brüdern, allerdings fehlt Álex diesmal, während Marc ein Comeback gibt. Bradl: „Borgo Panigale wird am Podium mit Sicherheit wieder vertreten sein, am ehesten mit Diggia in seiner aktuellen Form. Aber auch Pecco weiß, wie man in Mugello Rennen gewinnt.“

Rund um die Rennaction steht das Thema Sicherheit im Fokus. Dazu wird der Saison-Slogan Wired Different, der die furchtlose Mentalität der MotoGP-Asse hervorheben soll, nach den Vorkommnissen in Barcelona ebenso kritisch hinterfragt wie der Grund, warum es keinen Fahrervertreter gibt. Weiters analysiert ServusTV an der Ducati-Teststrecke das fantastische Comeback der Bikes aus Borgo Panigale mit dem Podium-Lockout in Katalonien. Und um die einzigartige Stimmung am toskanischen Rennwochenende einzufangen, gehen die Kommentatoren Christian Brugger und Alex Hofmann gemeinsam campen. Aus der Boxengasse melden sich Alina Marzi und Sandro Cortese.


Gran Premio Brembo d’Italia bei ServusTV und ServusTV On:

Samstag (30. Mai):
10:40 Uhr: Qualifying MotoGP LIVE
11:35 Uhr: Analyse Qualifying
12:40 Uhr: Qualifying Moto3 LIVE
13:45 Uhr: Qualifying Moto2 LIVE
14:30 Uhr: Sprint MotoGP LIVE
15:25 Uhr: Analyse Sprint

Sonntag (31. Mai):
10:20 Uhr: Beginn der Live-Übertragung
11:00 Uhr: Rennen Moto3 LIVE
12:15 Uhr: Rennen Moto2 LIVE
14:00 Uhr: Rennen MotoGP LIVE
14:45 Uhr: Analyse MotoGP


Quelle: ServusTV
MR/DA