Nachbericht 23. Intern. Rupert Hollaus Rennen/Racing Days

Nachbericht 23. Intern. Rupert Hollaus Rennen/Racing Days

@fuernholzer

Red Bull Ring. Am 1. und 2. August 2026 sorgten Legenden wie der Vize-WM Bruno Kneubühler, Eisspeedway-Vize-WM Franky Zorn, TT-Champion Horst Saiger und über 360 Motorrad-EnthusiastInnen aus zehn Nationen beim „23. Internationalen Rupert Hollaus Rennen/Racing Days“ am Red Bull Ring bei sommerlichen Temperaturen für eine großartige Dokumentation der Geschichte des Motorradrennsports. 100 Jahre alte Vintage-Motorräder, geschichtsträchtige Rennmaschinen, Youngtimer sowie leistungsstarke und Hightech Supersport & Superbike ließen die Herzen der Besucherinnen und Besucher höherschlagen. Für spannende Rennaction sorgte auch die Internationale Sidecar Trophy, deren Teams packende Kopf-an-Kopf-Duelle um Meisterschaftspunkte lieferten. Die historischen Seitenwagen begeisterten sowohl in den Sprintrennen als auch bei den Gleichmäßigkeitsläufen. 

Den Fans historischer und klassischer Motorräder bot sich bei den „Paraden der Legenden“ und in der Ausstellung „Historische Rennmotorräder“ ein besonderes Augen- und Hörvergnügen. Die Zuschauer hatten Zutritt zu Fahrerlager und Pitlane, sie konnten Maschinen und Fahrer hautnah erleben. Die Stars und Legenden standen für Selfies, Autogramme und Benzingespräche zur Verfügung. 

Finale: Für den Verein IGFC war dies die letzte Veranstaltung. Eine Fortführung durch Nachfolger wird angestrebt. 

Hommage an den Motorradrennsport Paraden und Ausstellung „Historische Rennmotorräder“ Der sympathische, dreifache Vizeweltmeister Bruno Kneubühler aus der Schweiz begeisterte lautstark auf seiner Honda RC 163 R (250 ccm/4 Zyl., Bj. 1962) , Werner Haas-Experte Günter Weinhold fuhr als älteste teilnehmendes Motorrad eine 100-jährige Rex Acme mit 350 ccm Blackburne-Einzylinder-OHV-Motor. Er präsentierte zudem Bilder und Informationen über das ehemalige NSU-Rennteam „Haas-Hollaus“. 

Der Norton Club Austria war u.a. mit einer ES2 aus dem Jahr 1948 und der ehemaligen Rudi-Thalhammer Maschine Norton Manx 30M am Start. Giuseppe Ioannoni aus Ingolstadt und seine Freunde zeigten eine Vielzahl berühmter und heute selten zu sehender Rennmaschinen der Marken MV Agusta, Parilla, Honda (NR 750, 50 Dream), Paton, BMW und Ducatis. Zum ersten Mal war das Rennteam „Ducartist“ aus Italien vertreten. Als Botschafter der italienischen Motorradkultur präsentierten sie eine Benelli 500 GP Quattro, Ducati Superbikes (ex Bayliss), MV Agusta 500/3 GP, Gilera 500/4 GP und Ducati 175 Sport.

Stark vertreten waren auch in diesem Jahr die „Orangen“ vom Laverda Team Werndl. Für einen absoluten Höhepunkt sorgte Giuseppe „Pino“ Todero aus Mandello del Lario. Der Sohn von Umberto Todero – einem der Ingenieure der legendären Moto Guzzi V8/500 - brachte eine faszinierende Sammlung seltener Moto Guzzi-Rennmaschinen nach Spielberg. Angeführt von der berühmten V8/500, dem fünffachen Weltmeistermotorrad „Bialbero 350“ und der Weltmeistermaschine „Gambalunghino 250“ (1949/1951/1952) bot sich den Fans ein Querschnitt durch die Motorsportgeschichte (1921 – 1957) der „Adler mit den ausgebreiteten Schwingen“. 

Großen Spaß hatten Zuseher und Teilnehmer beim „50ccm-PUCH-KTM-VESPA-Moped Grand Prix“, organisiert vom Puch-Museum Judenburg. Eine große „Tomos“-Gruppe war mit ihren Puch-Lizenz-Mopeds extra aus Slowenien angereist! 

Sonderbriefmarken Für Philatelisten gibt es beim BSV St.Veit/Gölsen Sonderbriefmarken mit den Motiven „Stropek/Demmling“, „Föttinger/Walz“, „Franky Zorn“ und „Kapeller/Billich“. 

Elio Crestani informierte als Streckensprecher das Publikum mitreißend über das Renngeschehen. 

Die Sieger jeder Klasse wurden mit Lorbeerkranz und Pokal geehrt, den 26 schnellen Damen wurden Ehrenpreise überreicht.

Die Rennen Franky Zorn lieferte sich in der Klasse bis 400 ccm ein packendes Rennen und verteidigte sein Siegerpodest mit Bravour! Zum sechsten Mal in Folge steht er beim Rupert Hollaus Rennen auf Platz 1! Er und seine schnelle Yamaha 350 YPVS sind hier nicht zu schlagen. 

Dominik Haslinger vom Team „Cheyenne Racing 371“ war mit einer Zeit von 1:33,76 auf Kawasaki ZX 10R der Schnellste an diesem Wochenende und gewann die Klasse Superbike. (Info: es wurde ohne MotoGP Schikane gefahren).

Besondere Fairness bewies Horst Saiger, enger Freund des TT-Champions „Mr. TT" John McGuinness: Nach einer unglaublichen Performance in der 750 ccm-Klasse auf seiner Kawasaki ZXR 750 trat der Champion bei der Siegerehrung zugunsten von Günter Mosshammer (Yamaha YZF 750R) vom Siegerpodest zurück, da er keinen Originalmotor fuhr und sich des Sieges nicht würdig befand. Ein großartiges Fairplay, das die kollegiale und respektvolle Atmosphäre dieses Traditionsrennen perfekt zeigt! 

Bei der "Internationalen Sidecar-Trophy" war das Starterfeld mit 27 Gespannen bestens bestückt. Beim Goldlauf am Sonntag gab es einen grandiosen Sieg für die Deutschen Josef Sattler und Beifahrer Luca Schmidt. In der Klasse M1 (bis 1000 ccm) feierte das Team ein überlegenes Comeback mit zwei Laufsiegen auf ihrer ARS BMW 1000. In der Klasse M2 (bis 600 ccm) ist der Sieg des deutschen Duos Eder/Kölsch auf ASR Yamaha 600 eine gelungene Generalprobe vor dem anstehenden Debüt in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft. Rennbericht: https://www.sidecar-trophy.de/category/news/

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DAS LETZTE RENNEN des Veranstalters IGFC (IG Formel Classic) Abschied mit Applaus und vielen Emotionen Bei der finalen Siegerehrung, die bei vielen Beteiligten für wehmütige Momente sorgte, fand das Engagement des Vereins IGFC einen emotionalen und gebührenden Ausklang. Angesichts der Tatsache, dass es sich um das allerletzte Rennen in der Geschichte des Vereins handelte, sprachen Vertreter der Rennfahrer Wolfgang Stropek und seinem gesamten Team ein tief empfundenes Dankeschön aus. 

Damit wurden 23 Jahre Rupert Hollaus-Rennen sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen gewürdigt, bei denen neben historischen und modernen Fahrzeugen vor allem eines im Mittelpunkt stand: die unvergleichliche Fahrerlagerstimmung unter Freunden. Im Vordergrund stand stets das Gefühl, Teil einer besonderen Gemeinschaft zu sein, die historische Fahrzeuge nicht nur als alte Technik begreift, sondern als lebendige Zeitzeugen. Es wurde spürbar gemacht, dass Motorsport weit mehr ist als pure Geschwindigkeit – er lebt von Menschen mit Herzblut, Geschichten und echter Leidenschaft. 

Herzlicher Dank an die Wegbegleiter Nach 24 Jahren voller Leidenschaft, rund 80 ausgetragenen Rennen, Teilemärkten, Präsentationen und Ausstellungen zieht Wolfgang Stropek einen emotionalen Schlussstrich. Aus Alters- und Gesundheitsgründen sieht sich sein Team nicht mehr in der Lage, die intensive Organisation fortzuführen. Wolfgang Stropek ist jedoch zuversichtlich, dass die IGFC- Veranstaltungen und insbesondere das „Rupert Hollaus-Rennen/die Racing Days“ weiterleben werden. Die in all den Jahren geschlossenen Freundschaften innerhalb der Szene bilden das beste Fundament für die Zukunft. „Mein Team und ich danken allen Teilnehmern, Fans und Wegbegleitern für ihre Freundschaft, die treue Teilnahme und ihren zahlreichen Besuch über so viele Jahre hinweg.“ – Wolfgang Stropek

 

Quelle: IGFC

MR/AL