Bei perfekten Wetterbedingungen und mit einer extrem selektiven Rennstrecke empfing der „Berg aus Eisen“ heute die 500 Starter, die um Punkt 13:00 Uhr in den Infight mit dem Erzberg gingen. Das härteste Extreme Enduro Race der Welt bot eine spektakuläre Kulisse für die zig-tausenden Besucher, die für eine atemberaubende Stimmung in den Besucherzonen entlang der 35 Kilometer langen Rennstrecke sorgten. Nach dem spektakulären Show-Programm konnte man die Mischung aus Adrenalin, Respekt und maximaler Anspannung, die das Starterfeld einhüllte, förmlich greifen. Um exakt 13:00 Uhr löste sich die ganze Anspannung im Motorengeräusch der ersten Startreihe, die Red Bull Erzbergrodeo Mastermind Karl Katoch gemeinsam mit KTM-CEO Gottfried Neumeister, Heinz Kinigadner, Steiermark’s Landeshauptmann Mario Kunasek und dem Bürgermeister der Stadtgemeinde Eisenerz, Thomas Rauninger, auf den Berg losließ.
Unmittelbar nach dem Start setzte sich zunächst der Brite Mitch Brightmore (GASGAS) aus dem österreichischen X-GRIP Racing Team an die Spitze, knapp gefolgt von Lettenbichler und Hart. Der deutsche Red Bull KTM Factory Werksfahrer übernahm aber bereits bei Checkpoint 4 (von 27) die Führung von Brightmore – und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Lettenbichler baute seinen Vorsprung auf ein komfortables Level aus und erreichte schließlich nach einer Gesamlaufzeit von 3:05:39 Stunden mit knapp 8 Minuten Vorsprung auf Trystan Hart das Ziel. Mit seinem fünften Sieg in Folge zieht Manuel Lettenbichler mit einer anderen Legende des Erzbergs gleich: Taddy Blazusiak, der das Rennen von 2007 bis 2011 ebenfalls 5mal in Folge gewann. Und natürlich mit Graham Jarvis – bekannt als The G.O.A.T. (The Greatest of all times).
Hinter Lettenbichler entfachte ein harter Kampf um die restlichen Plätze am Podium zwischen Mitch Brightmore, Mario Roman, Teodor Kabakchiev (BG, Sherco), James Moore (RSA, Beta) und Jonny Walker (UK, Triumph). Walker, der bis CP 10 sogar auf dem hervorragendem vierten Platz lag, perforierte sich mit einem Ast den Kühler und musste das Rennen vorzeitig beenden. Zwischen Brightmore, Roman, Kabakchiev und Moore wechselten die Plätze mehrmals, bis sich schließlich Mario Roman dank einer überlegenen Performance durchsetzen konnte und das Rennen auf dem dritten Platz beendete.
Beeindruckend war die Leistung der elektrisch angetriebenen Motorräder. Mit Eddie Karlsson, Toby Martyn und Graham Jarvis erreichten erstmals drei Elektromotorräder das Ziel des härtesten Single-Day Rennens der Welt. Ein klares Zeichen für die Eignung dieses Anriebskonzepts im Hard Enduro Sport!
Insgesamt erreichten 15 Fahrer aus 10 Nationen das Ziel in der Milwaukee Action Arena, darunter einige Fahrer wie z.B. James Moore, Ashton Brightmore, Eddie Karlsson, Lorenzo Gandola, Toby Martyn und Ryder LeBlond, die ihre erste Zielankunft beim Red Bull Erzbergrodeo feiern durften.
Streckenführung sorgte erneut für atemberaubende Dramatik
Das Red Bull Erzbergrodeo gilt als die härteste Herausforderung der Extreme Enduro Szene, und die 35 Kilometer lange Rennstrecke enttäuschte auch 2026 nicht. Besonders die Teilung des legendären Streckenabschnittes „Carl’s Dinner“ in zwei separate Sektionen (Checkpoint 10 und 22 von 27) ließ das Schwierigkeitsniveau für die 500 Starter deutlich ansteigen. Das extrem selektive Terrain in den Checkpoints „Blakläder Zentrum am Berg“, „Wacker Neuson“, „Speedweek Machine“, „The SegWAY“ und „Dynamite“ verlangte den Teilnehmer vom Start weg all ihre Reserven ab und sorgte für Hochspannung bis zuletzt.
Endergebnis RED BULL ERZBERGRODEO 2026:
1. Manuel Lettenbichler (DE, KTM) 3:05:39,953 Stunden
2. Trystan Hart (CAN, KTM) 3:14:10,574
3. Mario Roman (ESP, Husqvarna) 3:18:10,926
4. Teodor Kabakchiev (BG, Sherco)
5. Mitch Brightmore (UK, GASGAS)
6. James Moore (RSA, Beta)
7. Michael Walkner (AUT, GASGAS)
8. Ashton Brightmore (UK, GASGAS)
9. Eddie Karlsson (SWE, Stark Future)
10. Graham Jarvis (UK, Jarv-E)
11. Lorenzo Gandola (ITA, Sherco)
12. Toby Martyn (UK, Stark Future)
13. Cody Webb (USA, Yamaha)
14. Dieter Rudolf (AUT, GASGAS)
15. Ryder Leblond (USA, Husqvarna)
Das detaillierte Red Bull Erzbergrodeo Ergebnis auf https://www.redbullerzbergrodeo.com
Hard Enduro World Ranking: Manuel „Mani“ Lettenbichler übernimmt klar die Zwischenwertung in der neuen Hard Enduro Weltrangliste
Das Hard Enduro World Ranking (HEWR) ist das erste weltweit einheitliche Punktesystem für den Extreme und Hard Enduro Sport. Es bewertet Fahrerleistungen über alle renommierten internationalen Rennen hinweg und schafft eine faire Weltrangliste für die Athleten. Ähnlich wie beim ATP/WTA-Tennissystem können Fahrer pro Saison an beliebig vielen Rennen teilnehmen und Hard Enduro World Ranking Wertungspunkte sammeln. Nach jedem Event wird die Rangliste automatisch aktualisiert und online auf enduroworldranking.com veröffentlicht. Das Red Bull Erzbergrodeo zählt als Supreme Rennen, bei dem die Höchstpunktezahl von 2.000 Wertungspunkten für den Sieger vergeben wird. Somit übernimmt Lettenbichler nach seinem fulminanten Red Bull Erzbergrodeo Triumph die Spitze in der Zwischenwertung des Hard Enduro World Ranking.
Red Bull TV und ServusTV lieferten spektakuläre Live-Bilder vom "Berg aus Eisen"
Mit enormem Aufwand wurde das Red Bull Erzbergrodeo auch 2026 wieder in die gesamte Welt übertragen. Mit insgesamt 25 Live-Kamerapositionen, 8 zusätzlichen mobilen Kameras, 2 Live-Kameradrohnen und Helikopteraufnahmen wurden beeindruckende Bilder vom härtesten Extreme Enduro Rennen der Welt auf die Bildschirme gebracht. Für alle, die die spannende Live-Übertragung nicht verfolgen konnten, gibt es das Red Bull Erzbergrodeo 2026 zum Nachsehen bei www.redbullcontentpool.com/erzbergrodeo.
Red Bull Erzbergrodeo 2026: die 30-jährige Jubiläumsausgabe des World Xtreme Enduro Supreme hat nicht enttäuscht!
Das Red Bull Erzbergrodeo 2026 bot an allen 4 Veranstaltungstagen Action, Unterhaltung und spannenden Motorsport am laufenden Band. Die eigens errichtete "Kleinstadt am Berg aus Eisen" wurde erneut zum pulsierenden Mittelpunkt der internationalen Offroadszene, mit Teilnehmern und Fans aus allen Kontinenten!
„Mit einem Besucheransturm von knapp 57.000 Besuchern an allen vier Tagen war die 30ste Ausgabe des Red Bull Erzbergrodeo ein großer Erfolg. Es ist eigentlich unglaublich, das es uns auch 30 Jahre nach dem ersten Rennen in dieser weltweit einzigartigen Location noch gibt. Ich freue mich persönlich sehr über die sportlich herausragenden Leistungen der Akteure aus aller Welt, die uns ein extrem spannendes Rennen serviert haben. Wir werden in den kommenden Tagen und Wochen die gesamte Veranstaltung evaluieren, aber ich freue mich über die sensationelle Atmosphäre in den Besucherzonen entlang der Strecke und über die enorm positive Zusammenarbeit mit unseren Partnern und den vielen neuen Sponsoren, ohne die das Red Bull Erzbergrodeo nicht machbar wäre.", zieht Veranstalter Karl Katoch eine erste, zufriedene Bilanz nach dem Rennen.
Quelle: Red Bull Erzbergrodeo
MR/DA