Historische Aufholjagd
102 Punkte Rückstand wies Marc Márquez nach nur sieben WM-Stationen auf den damals führenden Marco Bezzecchi auf, drei Rennwochenenden vor Schluss beträgt sein Vorsprung auf Jorge Martín 44 Zähler. „Wenn du gut bist, ist es zu wenig. Du musst über dich hinauswachsen“, erklärt ServusTV-Experte Gustl Auinger die in der Motorradsport-Geschichte beispiellose Aufholjagd des Katalanen. „Denn nicht nur Marc hat ein ganz ungewöhnliches Talent, sondern man kämpft auch gegen Ducati, das mehrere Jahre in Folge den Titel eingesackt hat und mit der Situation umgehen kann.“
Beim Rennsieg in Malaysia profitierte der Gesamtleader vom Startverzicht Martíns, der aufgrund eines in Australien erlittenen Handgelenksbruchs nach dem Freitagstraining keinen Sinn in einem Antreten sah. Kehrt Márquez mit mindestens 74 Punkten Vorsprung nach Europa zurück, ist ihm der achte WM-Titel in der Königsklasse nicht mehr zu nehmen, der drittplatzierte Bezzecchi hat vor dem Wochenende ein Defizit von 67 Zählern.
Dass der Mangel an interner Kommunikation Aprilia in eine fast aussichtslose Position gebracht hat, will Auinger nicht gelten lassen und erinnert an das Ducati-Titelrennen 2024 zwischen dem damaligen Privatier Martín und Werksfahrer Pecco Bagnaia. „Um Gottes Willen, sind wir doch dankbar, dass eine Stallorder in der MotoGP kein Thema ist. Aprilia hat heuer ein Wahnsinns-Motorrad hingestellt und gezeigt, wozu man zu leisten im Stande ist, wenn die Gegner Ducati und Márquez heißen.“
Umstrittener Nahost-Trip
Den WM-Kampf betrachtet ServusTV-Experte Gustl Auinger jedenfalls als entschieden. „Was soll jetzt noch großartig passieren? Jorge hat ja nicht irgendeine Prellung. Mit einem gebrochenen Knochen kannst du nicht konkurrenzfähig sein. Und Bezzecchi fehlt ein bisschen zu viel. Selbst wenn er alle drei ausstehenden Rennen gewinnt, wird es wahrscheinlich nicht reichen.“ Zudem verfüge Márquez schlicht über die Fähigkeit, genau zu wissen, worauf es ankommt. „Er hat diese Kämpfe schon so oft ausgetragen. Aprilia steht einem unglaublichen Giganten gegenüber. Ich finde es schon fantastisch, wie es in dieser Saison hin- und hergegangen ist.“
Stefan Bradl und Alex Hofmann als Experten im Einsatz
Rund um die Rennaction widmet sich ServusTV den schwierigen Vorzeichen, unter denen der diesjährige Grand Prix in Nahost steht. Weiters werden die Szenarien aufgezeigt, wie sich Titelverteidiger Marc Márquez bereits in Katar die WM-Krone aufsetzen könnte. Eine entscheidende Frage dabei ist, wie beeinträchtigt Herausforderer Jorge Martín ins Wochenende geht. Alina Marzi und Stefan Bradl analysieren das Renngeschehen am Lusail International Circuit, den Kommentar liefern Christian Brugger und Alex Hofmann.
Qatar Airways Grand Prix of Qatar LIVE bei ServusTV On:
Samstag (7. November):
12:30 Uhr: Qualifying MotoGP LIVE
13:25 Uhr: Analyse Qualifying
14:40 Uhr: Qualifying Moto3 LIVE
16:35 Uhr: Sprint MotoGP LIVE
17:25 Uhr: Analyse Sprint
Sonntag (8. November):
13:20 Uhr: Beginn der Live-Übertragung
14:00 Uhr: Rennen Moto3 LIVE
15:15 Uhr: Rennen Moto2 LIVE
16:15 Uhr: Rennen MotoGP LIVE
17:45 Uhr: Analyse MotoGP
Quelle: ServusTV
MR/DA