Das Ergebnis? Ein gigantischer Guinness-Weltrekord für das größte GPS-Kunstwerk, das je von einem Moped-Duo in den Asphalt gebrannt wurde!
13.581 Meilen Wahnsinn: Ein "WRWR 2026" quer über den Kontinent
Wenn wir von Kilometern sprechen, wird uns schon beim Lesen der Hintern taub: 21.900 Kilometer (oder 13.581 Meilen), 38 US-Bundesstaaten und exakt 24 Tage im Sattel. Das macht stramme 1.000 Kilometer pro Tag – und das nicht nur stur geradeaus auf der Route 66, sondern in Schlangenlinien, Zickzack-Kursen und Spitzkehren, damit der GPS-Tracker am Ende sauber den Schriftzug „WRWR 2026“ (Women Riders World Relay) aufs Satellitenbild zaubert.
Warum das Ganze? Liza Miller, die Gründerin des Frauen-Bike-Netzwerks WRWR, wollte sieben Jahre nach ihrer ersten weltweiten Staffelfahrt wieder ordentlich Staub aufwirbeln. Mit an Bord: Wendy Crockett, ein echtes Kaliber. Wendy ist zertifizierte Schrauberin, Tour-Guide und die erste Frau, die den gnadenlosen Iron Butt Rally (11 Tage, 11.000 Meilen) gewonnen hat. Eine, die beim Frühstück wahrscheinlich Altöl statt Espresso schlürft.
Routenplanung für Masochisten
Ein GPS-Bild auf der Landkarte klingt lustig, bis man versucht, es auf echten Straßen nachzufahren. Da es keine App gibt, die einem ein „W“ durch die Rocky Mountains plant, war pure Handarbeit angesagt.
Der Westen ging ja noch, aber im Osten wurde es knackig: Da passte der Strich auf dem Bild perfekt, aber weit und breit gab’s im Umkreis von 300 Kilometern kein Motel. Also wieder umplanen, neu zeichnen, Kette spannen.
Notfall im Spital & Gummi-Kollaps
Dass so ein Ritt nicht ohne Drama abläuft, versteht sich von selbst:
Erst verabschiedete sich auf der Autobahn ein Reifenventil. Kein Problem für Schrauber-Queen Wendy: Flickzeug raus, Rumpelfahrt unterbrochen, weiter geht’s.
Am Tag 8 erwischte es Liza eiskalt: Schwerste Dehydrierung, Krankenwagen, Abflug ins Spital. Zum Glück fuhr in der bunten Mitfahrer-Truppe (teilweise begleiteten bis zu 10 Bikes das Duo) rein zufällig eine Krankenschwester mit. Die strich spontan ihren eigenen Urlaub, pflegte Liza wieder auf die Beine und rettete die Mission.