Das innovative Rennformat des ehemaligen ÖEC- Machers Thomas Pirolt begeisterte Fahrer und Zuseher gleichermaßen: Innerhalb eines Zeitfensters von 3,5 Stunden mussten vier Runden absolviert werden. Das Besondere dabei war das Punktesystem: Von einer fahrbaren Basisrunde zweigten technisch hochkomplexe rote und schwarze Streckenabschnitte ab. Um die maximale Punktezahl zu erreichen, mussten die Piloten alle schweren Stationen meistern, wobei jede Zusatzschleife wertvolle Extrapunkte einbrachte.
Michael Walkner bewies einmal mehr, warum er zur absoluten Weltspitze zählt. Mit einer Gesamtzeit von nur 1:34:05 Stunden gewann er mit einem Vorsprung von 15:33 Minuten auf Dieter Rudolf und Lorenz Steinkellner. Die Zuschauer in Oberhof waren von der Präzision und Geschwindigkeit, mit der Walkner die anspruchsvollen Passagen bewältigte, sichtlich beeindruckt.
Dieser Sieg ist für Walkner doppelt wertvoll: Er sammelte damit 250 Punkte für das 2026 neu eingeführte Hard Enduro World Ranking. Dieses globale Punktesystem soll erstmals eine unabhängige und faire Weltrangliste über verschiedene Rennserien hinweg ermöglichen.
„Das Format hier in Kärnten ist perfekt. Man kann pushen, ohne im Stau zu stehen, und die schwarzen Sektionen waren genau die richtige Herausforderung“, resümierte ein zufriedener Walkner.
Nach diesem Erfolg in der Heimat richtet sich der Blick nun wieder nach Italien. Am 30.und 31. Mai 2026 steht mit dem „Mumbel Extreme“ am Lago Maggiore der nächste Lauf zur italienischen Hard Enduro Meisterschaft auf dem Programm, wo Walkner an seine bisherigen Podestplätze in Italien anknüpfen möchte. Nur wenige Tage nach dem Einsatz am Lago Maggiore findet am 4. bis 7. Juni 2026 das legendäre Red Bull Erzbergrodeo statt, wo die gesamte Hard Enduro Weltelite startet.
Quelle: Walkner
MR/DA