Der Weg an die Spitze war jedoch alles andere als geradlinig. Nach einer verletzungsbedingten Pause und einem schwierigen Saisonstart musste Höllbacher lange nach seinem Rhythmus finden. Doch statt Zweifel dominieren zu lassen, kämpfte sich der Oberösterreicher Rennen für Rennen zurück – mit Konsequenz, mentaler Stärke und unerschütterlichem Glauben an sich und sein Team.
„Es war nicht immer einfach, aber ich habe bis zur letzten Sekunde gekämpft“, resümiert Höllbacher. Der Lohn: sein erster individueller Weltmeistertitel in der Königsklasse des Supermoto-Sports – errungen kurz vor Weihnachten und damit die wohl größte Überraschung des Jahres.
Besonders historisch ist auch der Sieg beim SuperMoto of Nations. Als Teil des österreichischen Nationalteams holte Höllbacher gemeinsam mit seinen Teamkollegen den WM-Titel für Österreich – ein Erfolg, den vor der Saison kaum jemand für möglich gehalten hatte. Damit ist Österreich erstmals Weltmeister in diesem prestigeträchtigen Nationenbewerb.
Höllbachers Karriere erzählt eine Geschichte von Ausdauer und Leidenschaft: Vom zehnjährigen Nachwuchsfahrer bis hin zu 20 Jahren im internationalen Rennsport, geprägt von Höhen und Tiefen, Rückschlägen und Comebacks. Tränen und Triumphe, Zweifel und Euphorie – all das formte den Athleten, der heute an der Spitze steht.
Ein wesentlicher Anteil am Erfolg gebührt seinem Umfeld. Besonders bedankt sich Höllbacher bei Schruf Racing, seiner Familie sowie allen Unterstützern, die ihn nach der Verletzungspause wieder auf höchstem Wettbewerbsniveau zurückgebracht haben. „Ohne dieses Vertrauen und diesen Rückhalt wäre das alles nicht möglich gewesen“, betont der Weltmeister.
Quelle: Lukas Höllbacher
MR/DA