Brad Pitt und Channing Tatum drehen Hollywood Streifen über die TT

Es ist ja ewig schad, dass wir im Kino meistens nur diese „Cornettos“ sehen, die in der Gegend herumfliegen und das Universum retten, während sie wahrscheinlich nicht einmal einen ordentlichen Parkplatz in der Wiener Innenstadt finden würden. Viel interessanter sind doch Mannsbüda, die echte Spiegeleier haben – oder zumindest einen gesunden Hang zum Größenwahn. Und genau hier betritt mein Freund Channing Tatum die Bühne.

Hollywood gibt Vollgas

Er hat sich vorgenommen, beim gefährlichsten Motorradrennen der Welt mitzumischen, der Isle of Man TT. Ein Ort, an dem man entweder als Held unsterblich wird oder als statistischer Ausreißer in der Abendzeitung landet.

Ein Plan, so kühn wie ein Himalaya Gipfelsieg

Dass Channing das macht, war nicht unbedingt aufglegt. Aber hinter den Kulissen werkt Brad Pitt mit seiner Firma „Plan B“. Brad hat wohl erkannt, dass man mit echtem Adrenalin mehr Geld verdienen kann als mit dem Verkauf von überteuertem Olivenöl. Er hat sich mit Amazon MGM zusammengetan, um ein Epos zu schaffen, das selbst die beste Ehefrau von allen vor Ehrfurcht (oder Entsetzen) verstummen ließe.

Die Details dieses Unterfangens klingen fast so absurd wie eine amtliche Vorladung:

Der Spielfilm: Channing spielt die Hauptrolle, und die reizende Eve Hewson (die Tochter vom Bono, was beweist, dass Talent manchmal doch vererbbar ist) wurlt auch mit. Gedreht wird direkt beim Rennen 2026. Man stelle sich vor: Hollywood-Stars zwischen echten Rennfahrern, die so schnell sind, dass sie ihre eigenen Schutzengel überholen.

Die Dokumentation: Für die Leute, die es gern blutig-authentisch haben, gibt es zusätzlich eine Doku-Serie. Das Material wurde schon 2024 aufgeschnappt – ganz ohne Schminke, dafür mit viel echtem Dreck.

Der Haken an der Gschicht

Dass die das Ganze direkt auf der Insel drehen, ist natürlich der Gipfel der Unvernunft. Aber wie wir wissen, ist Unvernunft der Treibstoff der Kunst. Es geht nicht um Spezialeffekte aus dem Computer, sondern um den echten Herz-Schmerz und den Geruch von verbranntem Gummi.

Ob der Channing nach dem Dreh ein Wurschtsemmerl vom Regisseur kriegt oder ob er vor lauter Zittern nicht einmal mehr den Lenker halten kann, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist es ein Projekt für Leute, die wissen, dass das Leben zu kurz ist, um es mit 50 km/h zu vergeuden. In diesem Sinne: Helm auf, Gott vertrauen und hoffen, dass die Bremsen halten.


FAQ:

Sind der Amazon-Füm und die Doku-Serie eigentlich das gleiche Gulasch? 

Aber geh, wo denken Sie hin! Das sind zwei völlig unabhängige Produktionen, die das Schicksal (in Form von Amazon MGM Studios) bloß in ein gemeinsames Paket geschnürt hat. Der Spielfilm „Isle of Man“ ist ein rein fiktives Spektakel mit Schauspielern, während die Doku-Serie die nackte Wahrheit über echte Rennfahrer und ihre Husarenritte zeigt. Das eine ist also für die Träumer, das andere für die Leut’, die’s gern staubtrocken haben.

Wann fangen die Herrschaften beim Spielfilm endlich an zu arbeiten? 

Die erste Klappe fällt während der TT-Rennwoche 2026 auf der Isle of Man. Die Organisatoren schwitzen jetzt schon Blut und Wasser, damit die Filmcrew den echten Rennbetrieb nicht behindert – Sicherheit geht vor, sonst gibt’s statt Applaus nur einen Gipsverband. Wann der Streifen dann tatsächlich ins Kino kommt, steht allerdings noch in den Sternen.

Wann wurde denn die Doku-Serie aufg’schnappt? 

Das Material für den vierteiligen Reißer wurde bereits während der Tourist Trophy 2024 eingekasst. Die Produzenten hatten dabei einen Exklusiv-Zugang zu den Fahrern und der Organisation, von dem die beste Ehefrau von allen bei einem Schlussverkauf nur träumen kann. Ein Veröffentlichungstermin ist aber auch hier noch so geheim wie ein Staatsvertrag.

Wer zieht beim Channing-Tatum-Füm eigentlich die Fäden? 

Hinter dem Spielfilm stecken „Free Association“ (der Channing selbst und sein Spezi Reid Carolin), Brad Pitts „Plan B“ und „Entertainment 360“. Bei der Doku-Serie mischen zusätzlich noch „Box to Box Films“ (die schon die Formel 1 so aufgeputzt haben) und das europäische Studio „Mediawan“ mit. Ein ordentlicher Auflauf an Wichtigkeit, wie man sieht.

Welche Rollen spielen der Channing und die Eve Hewson jetzt wirklich? 
Offiziell bestätigt ist noch gar nix, da hält sich Amazon MGM bedeckter als ein Beamter beim Finanzamt. Die Fachwelt geht aber schwer davon aus, dass einer der beiden (oder gleich beide) als TT-Rennfahrer über den Asphalt brettern wird. Details zur Handlung bleiben vorerst so verborgen wie die Fernbedienung, wenn man sie am dringendsten braucht.