Das Holzknecht-Skijöring des Offroad Team Rabenkogel aus Gosau bestätigte bei der 11. Durchführung am 24.1.2026 seine außergewöhnliche Attraktivität. Nicht umsonst hat sich die Veranstaltung im letzten Jahrzehnt vom Geheimtipp zum Must-See im Salzkammergut entwickelt. Die
Erwartungen der zahlreichen Zuschauer – dröhnende Motoren, Schneefontäenen und Zweikämpfe – wurden von den 100 Gespannen aus Österreich und Deutschland mühelos erfüllt und übertroffen. Das
Offroad Team Rabenkogel als Veranstalter kann zufrieden auf ein tolles Event zurückschauen.
Das bunte Geschehen auf einem bestens präparierten Schnee- und Eis-Rundkurs mit etwa 500 m Länge startete um 10:00 Uhr morgens. Motorräder mit unterschiedlichen Hubraumklassen, Quads und ne Jugendkategorie fuhren mit ihren geschleppten Skifahrern die Qualifikationsläufe. Während die
Gespanne sich am Anfang noch vorsichtig über die rutschige Strecke bewegten, wurde mit zunehmendem Fortschritt der Ausscheidungsrennen das Tempo flotter und die Rennen dichter. Die spannenden Einzelrennen steigerten auch die Stimmung der Zuschauer, zu den Finalläufen ab 13:00
Uhr war schließlich die Laune am Höhepunkt. Zum letzten Anfeuern vor den Entscheidungen gab es eine spektakuläre Flugshow der „Flying Bulls“, Starpilot Matthias Schwaighofer kitzelte aus dem eigentlich als Kampfhubschrauber konzipierten „Bell Cobra“ unglaubliche Flugmanöver heraus, ein
Abstecher der Fallschirmspringer der Flying Bulls war die nicht minder sehenswerte Zugabe.
Überflieger des Tages war das Team Jan vom Heu/Michael Gerg aus Bad Tölz. Die beiden siegten in den Hauptklassen MX2 (bis 250 ccm) und MX Open (über 250 ccm) zum zweiten Mal in Folge nach 2025 und insgesamt zum dritten Mal, denn dieses Kunststück war den Bayern auch schon 2023
gelungen. Das eingespielte Team dominierte die Läufe und konnte sich gegen starke Konkurrenz durchgesetzt. Jan vom Heu erklärte diese unglaubliche Leistung so: „Es ist alles gut gelaufen. Wichtig ist, die Ruhe zu bewahren und Lauf für Lauf abzuarbeiten.
Und ohne einen top Skifahrer hätten wir heute nicht gesiegt.“
Michael Gerg ergänzte: „Wir sind top eingespielt. Ich weiß wie Jan tickt und reagiert, deswegen funktioniert es mit uns beiden so gut“ Die Ränge in der MX Open holten sich mit Platz 2 das Gespann Lorenz Kiefersauer/Elias Kubiczek und
mit Platz 3 Marinus Mayr/Thomas Lugmayr, in der Klasse MX2 mit Platz 2 Marinus Mayr/Thomas Lugmayr und mit Platz 3 Tanja Schlosser/Christoph Stadler, die Stockerlplätze gingen damit wie im letzten Jahr komplett nach Bayern. Die „Bayrischen Festspiele“ beim Skijöring in Gosau werden damit
schon fast Tradition, der langjährigen Freundschaft zwischen den Vereinen tut das aber keinem Abbruch.
Der Sieg in der Kategorie Oldtimer ging ebenfalls nach Bayern, den Sieg fuhr hier das bereits vorher genannte Team Lorenz Kiefersauer/Elias Kubiczek ein….die bayrischen Fahrer sind Universalisten. Die Nachwuchsklasse bis 85ccm und bei den beiden Quad-Klassen waren aber fest in heimischer
Hand: das Team Marco Wallner/Markus Pomberger vom Veranstalterverein Offroad Team Rabenkogel war bei den Junioren siegreich. Die schnellsten Runden bei den 4WD Quad lieferte einmal mehr das Gosauer Seriensieger-Duo Norbert Hubner/Jakob Wallner ab. Und der Sieg in der Klasse der
2radgetriebenen Quads blieb ebenfalls in Gosau und ging überlegen an das „Dreamteam“ Klaus Gamsjäger/Patrick Demmel.
Bemerkenswert in der Quad-Klasse ist der Start von Florian Reichinger. Trotz Querschnittlähmung fährt er erfolgreich und vor allem schnell….ein Dritter Platz ist unter den Umständen eine gewaltige Leistung.
Organisator und Vereinsobmann Andi Gamsjäger war erleichtert und rundum zufrieden: „Diese Veranstaltung ist für unseren Verein ein wunderschöner Fixpunkt im Jahresprogramm. Die Anstrengung um die Vorbereitungsarbeit legt sich, sobald die ersten Gespanne auf ihren
Runden sind. Auch nach mehr als einem Jahrzehnt ist es für mein ganzes Team eine Freude, die Positionskämpfe der Teilnehmer und die fröhlichen Gesichter der Zuschauer zu sehen. Danke an alle, die das auch heuer wieder möglich gemacht haben.“
Die Dachsteingemeinde Gosau war der perfekte Austragungsort für dieses Event. Das als „Schneeloch“ bekannte Dorf wurde seinem Ruf gerecht und bot mit Schnee und Kälte eine bemerkenswert winterliche Bühne. Und auf dieser Bühne wird sich auch 2027 den Vorhang für die
Veranstaltung heben, wenn die Motocrosser und ihre Skifahrer das Dutzend der Veranstaltung voll machen.
Quelle: Karl Posch
Foto: Schwarz/Posch
MR/DA