Dakar 2026: Sanders strebt Sieg an

Ein Name sticht unter den Favoriten für den Titel der 48. Ausgabe besonders hervor: Der Sieger von 2025, Daniel Sanders, der während der gesamten Saison fast unschlagbar war, ist neben Luciano Benavides und dem vielversprechenden Edgar Canet vom Red Bull KTM Factory Racing der Favorit für die Titelverteidigung.

Red Bull KTM Factory Racing - 2026 Dakar Rally Sanders

 

Ein Name sticht unter den Favoriten für den Titel der 48. Ausgabe besonders hervor: Der Sieger von 2025, Daniel Sanders, der während der gesamten Saison fast unschlagbar war, ist neben Luciano Benavides und dem vielversprechenden Edgar Canet vom Red Bull KTM Factory Racing der Favorit der Buchmacher für die Titelverteidigung.

In den vergangenen zehn Ausgaben der Rallye Dakar hat sich die Spitze im Motorradbereich stark verändert. Statt einer dominierenden Marke und Dauerduellen wie einst Despres gegen Coma prägen heute mehrere Hersteller und Fahrer aus unterschiedlichen Kontinenten den Kampf um den Sieg. Auffällig ist: Sechs Piloten standen in dieser Zeit ganz oben auf dem Podest – doch keiner konnte seinen Titel im Jahr darauf verteidigen.

Für 2026 gilt der Australier Daniel Sanders als Mann der Stunde. Nach seinem souveränen Dakar‑Triumph im Januar legte er eine nahezu perfekte Saison hin, mit Siegen bei der Abu Dhabi Desert Challenge, der South African Safari Rally und der bp Ultimate Rally‑Raid Portugal sowie dem Gewinn des W2RC‑Titels. Mit dieser Serie reist der KTM‑Pilot als klarer Teamleader und Topfavorit nach Saudi‑Arabien. Hinter ihm lauern in Orange allerdings starke Teamkollegen: Ex‑Weltmeister Luciano Benavides, 2025 Vierter der Dakar, und der erst 19‑jährige Spanier Edgar Canet, der bei seinem Debüt auf Anhieb Achter wurde und den W2RC‑Titel in der Rally‑2‑Kategorie einfuhr.

Die härteste Gegenwehr kommt vom Honda‑Werksteam. Dort führt Doppel‑Sieger Ricky Brabec die Mannschaft an und ist als einziger Fahrer im Feld noch im Rennen um einen möglichen dritten Dakar‑Titel. Viel Aufmerksamkeit zieht aber auch Tosha Schareina auf sich, der 2025 sowohl bei der Dakar als auch in der W2RC‑Gesamtwertung Zweiter hinter Sanders wurde und den Australier zuletzt beim Rallye du Maroc bezwingen konnte. Dritter Podiumskandidat im roten Aufgebot ist Adrien Van Beveren, der in den vergangenen beiden Jahren jeweils Dritter wurde und endgültig den letzten Schritt nach ganz oben schaffen will.

Hinter den großen Werken träumen auch die Außenseiter von einer Überraschung. Hero setzt auf den früheren Weltmeister Ross Branch und den angriffslustigen „Nacho“ Cornejo, die beide das Potenzial haben, die Favoritenliste durcheinanderzubringen. Sherco vertraut auf Lorenzo Santolino und Neuzugang Bradley Cox, ein Duo, das sich für 2026 klar ein Podium in Yanbu vornimmt. Parallel dazu tobt in der Rally‑2‑Kategorie der Kampf um den wichtigsten Nachwuchstitel. Hier rücken Fahrer wie Tobias Ebster bei Hero, der 2025 lange im Schatten von Canet um den W2RC‑Sieg kämpfte, sowie starke Privatstrukturen wie BAS World KTM mit Talenten wie Michael Docherty, Toni Mulec oder Konrad Dabrowski nach. Wer sich hier durchsetzt, könnte schon bei der nächsten Dakar den Sprung in die absolute Elite schaffen.


Quelle: Dakar
MR/DA