Nach einer fahrerischen Glanzleistung über vier lange Offroadtage hinweg, trennten den Österreicher nur wenige Meter von seinem ersten Podiumsplatz in der Goldklasse, bevor ein schwerer Sturz alle seine Träume zunichtemachte.
Dabei hatte sich das Salzburger Ausnahmetalent im Prolog eine perfekte Ausgangsbasis geschaffen. Nach einem kontrollierten und taktisch klugen Prolog in der Innenstadt von Sibiu sicherte sich Walkner den starken 7. Platz für die Startaufstellung des ersten Offroadtages.
Ab dem ersten Tag zeigte Michael Walkner auf seiner GASGAS EC 300 eine beeindruckende Konstanz. Er trotzte den extremen Steilauffahrten, der Hitze und den tückischen Passagen der Karpaten und setzte sich auf dem phänomenalen 3. Gesamtrang fest. Vier Tage lang hielt er die physische und psychische Belastung stand.
Das Drama ereignete sich auf den letzten Metern vor dem Finish. Bei einer steilen Abfahrt verlor Michael Walkner die Kontrolle über sein Motorrad und kam schwer zu Sturz. Statt der verdienten Siegerehrung auf dem Podium endete das Rennen für den sichtlich enttäuschten GAS GAS Piloten im Krankenhaus. Die ersten Untersuchungen ergaben aber Entwarnung. Die Ärzte diagnostizierten schwere Prellungen am gesamten Körper sowie eine leichte Gehirnerschütterung.
„Die Enttäuschung ist im Moment natürlich riesengroß und tut mehr weh als die Verletzungen. Wenn man das Podium nach so vielen harten Stunden knapp vor Augen hat, ist es extrem bitter“, so ein sichtlich gezeichneter Michael Walkner.
Da Michael nach dem Sturz den letzten Abschnitt nicht mehr absolvieren konnte, bekam er eine Strafzeit von zwei Stunden und belegte schlussendlich in der Red Bull Romaniacs 2026 den 6.Platz in der Goldklasse.
Quelle: Walkner
MR/DA