Manuel Lettenbichler zieht im Hard Enduro World Ranking davon: Als erster Fahrer knackt der Red-Bull-KTM-Pilot mit 10.600 Punkten die 10.000er-Marke. Neu auf der Website ist zudem das Continent & Nations Ranking. Und wir erklären, warum pro Fahrer nur die acht besten Ergebnisse zählen – und weshalb bei nicht registrierten Events nur die Top 20 punkten.
Red Bull KTM Werksfahrer Manuel Lettenbichler baut seinen Vorsprung im aktuellen Ranking mit weiteren Siegen aus und hat nun die 10.000er Marke geknackt: Stolze 10.600 Punkte hat er nun auf dem Konto. Nach Siegen unter anderem bei den beiden im Hard Enduro World Ranking einzigen Events der Supreme Kategorie, Red Bull Erzbergrodeo und Red Bull Romaniacs, legt der Kiefersfeldener Lettenbichler mit nahezu makellosen Leistungen konstant nach. Auch beim Abestone in Italien räumte der Ausnahmekönner komplett ab und gewann Prolog, Sprint und das Main Event souverän. Mit dem 2. Platz bei der Roof of Africa festigte er seine Führung.
Enger Zweikampf um Rang zwei
Betrug Manuels Vorsprung nach dem Abestone noch 3.260 Punkte auf den jungen Briten Mitch Brightmore, so verringerte sich der Vorsprung auf den Zweitplatzierten nach der Roof auf 2.920. Der Bulgare Teo Kabakchiev, der auf seiner Sherco in den letzten Rennen etwas Probleme hatte, konnte mit seinem Triumph bei der Roof of Africa jedoch an Mitch Brightmore, der in Lesotho auf dem zehnten Rang landete, vorbeiziehen. Mitch bleibt jedoch in Schlagdistanz auf Teo - im Kampf um den zweiten Rang bleibt es somit spannend. Auch in den weiteren Platzierungen ist es bis zu Matt Green auf dem achten Platz knapp, sodass sich in den verbleibenden Rennen noch einiges ändern kann.
So funktioniert die Wertung: die acht besten Ergebnisse zählen
Beim Ranking ist folgendes zum Verständnis wichtig: Insgesamt werden pro Athlet maximal 8 Ergebnisse gewertet – über alle Kategorien hinweg (Supreme, Premier, Masters und Challenger). Es werden also nur die 8 Ergebnisse mit den höchsten Punktzahlen gewertet - alle weiteren Ergebnisse werden nicht berücksichtigt. In der aktuellen Wertung kann man bereits nachvollziehen, dass vormals gewertete Punkte vorangegangener Rennen, die geringer sind als die aktuell besten Ergebnisse, aus der Wertung herausfallen. Beispiel von Manuel Lettenbichler: Die 500 Punkte vom Red Bull Tennessee Knockout werden gestrichen. Daran wird auch deutlich: Das Hard Enduro World Ranking stellt zu jedem Zeitpunkt eine Momentaufnahme dar, da nicht alle Punkte in einem Jahr zwingend erhalten bleiben, sondern nur die 8 besten gewertet werden.
Warum nicht jede Platzierung Punkte bringt
Uns erreichten in den letzten Wochen immer wieder Nachfragen von Fahrern, die bei Rennen mitgefahren sind, welche im Hard Enduro World Ranking gelistet sind. In diesen Nachrichten wurde nach den Punkten gefragt, die sie aufgrund ihrer Platzierung in diesen Rennen eigentlich hätten erhalten können. Die Erklärungen dafür: Bei Events, die sich nicht selbst über unsere Plattform registriert haben und aufgrund ihrer Relevanz auch für die Top-Fahrer der Szene ins Hard Enduro World Ranking aufgenommen wurden, erhalten nach den bestehenden Regeln nur die Top 20 des Main Events Punkte, wenn die Events die vollständigen Ergebnisse nicht übermittelt haben. Mit der Auswahl der Rennen würdigt das Hard Enduro World Ranking somit auch den Stellenwert der Veranstaltungen, die Teil der FIM Hard Enduro WM sind.
Neu: Continent & Nations Ranking
Auf der Website des Hard Enduro World Ranking ist seit kurzem nun auch ein Continent & Nations Ranking ausgewiesen. Im Continent Ranking wird die gesamte Anzahl der Punkte und Fahrer für jeden Kontinent dargestellt. Im Nations Ranking werden die Gesamtpunkte der Fahrer der Nationen gelistet. Per Klick auf die jeweilige Nation gelangt man in die Übersicht des Rankings auf nationaler Ebene.
Minas Riders kehrt nach Brasilien zurück – fünf Renntage und ein Grand Finale im Mineirão-Stadion
Minas Riders wurde 2016 und 2017 ausgetragen. In den Jahren seither ist das Hard Enduro in Brasilien stärker gewachsen, als viele es sich hätten vorstellen können – es gibt inzwischen sogar eigene Moto-Hotels für Fahrer. Nun, nach über einem Jahr Vorbereitung, ist Minas Riders zurück.
Das Rennen beginnt am Dienstag, den 29. September, mit den Zeitfahr-Qualifikationen, gefolgt von vier Offroad-Tagen quer durch Minas Gerais. Erwartet werden rund 100 Teilnehmer in den Klassen Gold, Silver, Bronze und Iron, mit Fahrern aus Brasilien, Mexiko, Australien, Hawaii und darüber hinaus. Sie durchqueren offenes Grasland, felsige Passagen und dichten Dschungel – der glitschige rote Lehm von Minas Gerais sorgt für eine zusätzliche Herausforderung.
Das Team von Minas Riders ist überwiegend brasilianisch; treibende Kraft hinter der Rückkehr des Rennens ist Organisator Martin Freinademetz. Er hat einige seiner „Geheimwaffen" vom Red Bull Romaniacs mitgebracht: Santiago und Mogli arbeiten gemeinsam mit der brasilianischen Crew an den Strecken, Andy gestaltet das Stadion-Finale, und Diana bringt die Geschichten aus Brasilien einem internationalen Publikum näher.
Am 3. Oktober erreichen die Fahrer ein Ziel, wie es auf dieser Strecke kein zweites gibt: das Grand Finale im Estádio Mineirão in Belo Horizonte. Andy Fazekas, Schöpfer des Prologs beim Red Bull Romaniacs, bereitet im Stadion eine Strecke mit mehr als 20 künstlichen Hindernissen vor. Nach vier Tagen im brasilianischen Hinterland beenden die Teilnehmer ihr Rennen an einem berühmten Ort, der vor allem für Fußball bekannt ist.
Die Vorfreude auf die Rückkehr von Minas Riders ist deutlich zu spüren. Die letzten Vorbereitungen laufen, das Team ist bereit, die Fahrer zu empfangen – und beim Grand Finale werden zudem drei Motorräder des Typs CFMOTO IBEX 450 als Preise vergeben.
Die letzten Streckenabnahmen in Minas Gerais laufen, während im Mineirão die Hindernisse Gestalt annehmen. In wenigen Tagen werden die ersten Fahrer erfahren, woran das Team seit mehr als einem Jahr gearbeitet hat.
Fünf weitere Events im September
Isegrim Enduro: 26. September (Deutschland) - Challenger Kategorie
3 Stunden Enduro - HSV Burg Kreuzenstein: 26. September (Österreich) - Challenger Kategorie
Zirbenland Trophy: 26. September (Österreich) - Challenger Kategorie
Minas Riders Hard Enduro Rallye: 29. September - 3. Oktober (Brasilien) - Masters Kategorie
Sea to Sky: 7. -10. Oktober (Türkei) - Premier Kategorie
Hard Enduro World Ranking - Top 10 - Stand nach 25 Rennen
Manuel Lettenbichler (D, KTM), 10.600 Punkte
Teodor Kabakchiev (BG, Sherco), 7.680
Mitch Brightmore (GB, GASGAS), 7.312
James Moore (ZA, Beta), 5.625
Mario Román (E, Husqvarna), 5.144
Ashton Brightmore (GB, GASGAS), 4.948
Trystan Hart (CDN, KTM), 4.910
Matthew Green (ZA, KTM), 4.454
Lorenzo Gandola (I, Sherco), 3.992
Thomas Scales (ZA, Beta), 3.746
Das vollständige Ranking: enduroworldranking.com/season-ranking