Die Vorbereitung auf die Red Bull Romaniacs begann für Lorenz Steinkellner bereits lange vor dem eigentlichen Rennstart. In den Wochen davor setzte er beim Fahrradtraining gezielt auf Ausdauer und verbrachte gleichzeitig viel Zeit auf dem Motorrad, um sich an die langen Renntage und die damit verbundene Belastung zu gewöhnen.
Der Prolog bestätigte, dass die Vorbereitung Wirkung zeigte. Nach einem guten Start übernahm Steinkellner relativ schnell die Führung und lieferte sich anschließend ein enges Duell mit einem weiteren Fahrer. Erst ein kleiner Fehler gegen Ende verhinderte den möglichen Sieg. Am Ende stand Platz zwei – eine hervorragende Ausgangsposition für den ersten Offroad-Tag in der Silber-Klasse.
Technische Probleme kosten wertvolle Minuten
Der erste Offroad-Tag endete für Steinkellner mit Platz drei. Mit der Streckencharakteristik konnte er sich allerdings nicht ganz anfreunden, da aus seiner Sicht nur wenige wirklich schwere Passagen dabei waren. Gegen Ende des Tages kam dann noch Pech hinzu: Steinkellner beschädigte seine Umlenkung und verlor dadurch einige Minuten.
Am zweiten Tag lief es von Beginn an deutlich besser. Steinkellner fand schnell seinen Rhythmus und konnte im Rennverlauf Fahrer vor ihm einholen. Zwischenzeitlich arbeitete er sich sogar bis auf Platz zwei nach vorne.
Dann folgte jedoch der nächste Rückschlag. Nach einem Fahrfehler brach der Kupplungshebel ab. Die Reparatur musste direkt im Wald durchgeführt werden und kostete erneut wertvolle Minuten. Steinkellner ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und versuchte, die verlorene Zeit im weiteren Rennverlauf wieder aufzuholen. Am Ende reichte es erneut für Platz drei.
Der dritte Renntag verlief anschließend solide. Mit Rang vier konnte Steinkellner seine Position im Gesamtklassement behaupten und blieb weiterhin im Kampf um die vorderen Plätze.
Die letzten Reserven für den Finaltag
Am letzten Tag versuchte Steinkellner noch einmal, alles aus sich und seinem Motorrad herauszuholen. Nach den bereits absolvierten Renntagen waren die körperlichen Reserven allerdings weitgehend aufgebraucht. Für eine weitere Verschiebung im Klassement reichte es daher nicht mehr.
Nach insgesamt 20 Stunden und 36 Minuten Renndauer stand schließlich der dritte Gesamtrang in der Silber-Klasse fest.
Ein Podiumsplatz als Teamleistung
Steinkellner betont, dass ein Ergebnis wie dieses ohne die Unterstützung seines Umfelds nicht möglich wäre. Ein großes Dankeschön richtet er deshalb an seine Eltern, die ihm die Teilnahme an den Red Bull Romaniacs ermöglichen.
Besonders bedankt er sich bei seinem Vater und seinem Kumpel, die ihn während der gesamten Rennwoche betreuten und sich um die Arbeiten am Motorrad kümmerten. Gerade bei einem Rennen, bei dem technische Probleme schnell wertvolle Zeit kosten können, ist diese Unterstützung ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs.
Auch seinen Sponsoren spricht Steinkellner seinen Dank aus. Bischofimmobilien und Xgrip unterstützten ihn auf seinem Weg durch die Rennwoche.
Nach fünf intensiven Tagen, mehreren technischen Rückschlägen und verlorenen Minuten steht für Lorenz Steinkellner damit ein starkes Ergebnis zu Buche: Platz drei in der Silber-Klasse nach 20 Stunden und 36 Minuten Renndauer - gehöriger Respekt und Gratulation zu der tollen Leistung!