Speedway: Über 100 internationale Podestplätze und ein starkes EM‑Debüt
Seit 2006 ist Gappmaier im Speedway zuhause, von 2016 bis 2021 sogar in der englischen Profiliga – dem härtesten Umfeld, das dieser Sport zu bieten hat. Mittlerweile stehen über 100 internationale Podestplätze in seiner Bilanz, ein Wert, der seine Konstanz und Klasse eindrucksvoll unterstreicht.
Anfang September trat er gemeinsam mit seinem Partner Sebastian Kössler, einem jungen Talent aus Niederösterreich, bei der Speedway Team Europa Meisterschaft in Mureck an. Rund 2.500 Fans sorgten für eine Atmosphäre, wie man sie in Österreich bei Speedway‑Events selten erlebt. Die Konkurrenz war hochkarätig, die Erwartungen an das österreichische Duo eher verhalten – doch Gappmaier und Kössler überraschten.
Mit Platz 5 von 7 Teams (1. Lettland, 2. Tschechien, 3. Finnland, 4. Schweden, 5. Österreich, 6. Ukraine, 7. Rumänien) zeigten sie eine starke Leistung, auch wenn nicht alles fehlerfrei verlief. Die Top‑3 qualifizierten sich für das Finale in Polen, Österreich verpasste den Sprung knapp – dennoch war der Auftritt ein wichtiges Zeichen dafür, dass heimischer Speedway international mithalten kann.
Nur wenige Wochen später, am 27. September, folgte der nächste Erfolg: 3. Platz bei der internationalen slowenischen Meisterschaft. Eine technisch anspruchsvolle Strecke, ein starkes Fahrerfeld – und Gappmaier mittendrin, erneut auf dem Podest.
Die Saison ist damit noch nicht vorbei:
10. Oktober – Krsko, Slowenien
11. Oktober – Olching, Deutschland
Zwei Rennen, die er nutzen will, um das Speedway‑Jahr mit weiteren Spitzenresultaten abzuschließen.
Hard Enduro: Erzbergrodeo als Saisonhöhepunkt
Seit 2020 mischt Gappmaier auch im Hard Enduro mit – ein Sport, der körperlich und mental alles fordert. Sein Saisonhighlight war wie für viele Offroad‑Piloten das legendäre Red Bull Erzbergrodeo. Der „Eiserne Riese“ ist berüchtigt dafür, selbst erfahrene Profis an ihre Grenzen zu bringen.
Mit Platz 71 zeigte Gappmaier eine starke Leistung und bewies, dass er auch abseits der Speedway‑Ovalbahn bestehen kann. Zum wiederholten Mal scheiterte er bei Checkpoint 19, doch statt Frust überwiegt der Kampfgeist. Für ihn ist klar: Das Erzbergrodeo ist kein Ort für Aufgeben, sondern für Weiterentwickeln.
„2027 will ich noch ein paar Plätze gutmachen“, sagt er – und wer ihn kennt, weiß, dass das keine leere Ankündigung ist.
Ein Athlet, zwei Welten – ein gemeinsamer Antrieb
Was Gappmaier auszeichnet, ist die Fähigkeit, zwei völlig unterschiedliche Motorsportdisziplinen auf hohem Niveau zu vereinen. Speedway verlangt Präzision, Mut und Millimeterarbeit. Hard Enduro fordert Ausdauer, Technik und mentale Härte. Dass er beides beherrscht, macht ihn zu einem der vielseitigsten Motorsportler Österreichs.
Seine Saison zeigt eindrucksvoll, wie viel Leidenschaft und Einsatz hinter seinen Erfolgen stehen – egal ob auf dem glatten Speedway‑Oval oder im steinigen Erzberg‑Geröll.
Quelle: Gappmaier