Travis Pastrana and Brian Deegan Face To Face: Es ist das Risiko nicht wert

Wenn sich das erste mal die grössten Action Sport Athleten, die sich in ihrer Jugend nichts besonders freundschaftlich zugetan waren, auf einen Tisch hinsetzen, sollte man sich das schon anschauen. Prädikat sehenswert.

Folgende Highlights stechen hervor:

Der Wechsel von Rennfahren auf Freestyle ist im Hause Pastrana überhaupt nicht gut angekommen.

Der Freestyle Sport wurden durch Foampits (Schnitzelgruben) erst richtig möglich und verändert.

Sprünge erstmals auf harten Dirt zu machen, oder zu lernen ist " just Stupid" und das Risiko einfach nicht wert.

Wenn man Kinder hat, die auch Action gern haben, schaut die Welt anders aus, denn die Konsequenzen sind einem sehr bewusst. "Mann muss die Regeln kennen bevor man sie bricht".

Wie verdient man Geld in dem Sport ? Deegan war der Vorreiter und Pastrana hat von ihm gelernt.

FAZIT: Man muss schon ein bisserl meschugge sein, um so zu leben, aber ohne solche Leute wäre die Welt doch furchtbar fad, nicht wahr?


Von der Rennerei zum Schlamassel mit Stil

Der kleine Travis war, Gott soll ihn hüten, ein Talent, wie man es nur alle hundert Jahre findet. Aber glauben Sie, er hätte die Zeitvorgaben ernst genommen? Wo andere an die Rundenzeit dachten, dachte er nur an die Schwerkraft, oder besser gesagt, wie man sie am besten beleidigt. In Las Vegas, bei einem Rennen, wo er eigentlich schon den Sieg in der Tasche hatte, was macht er? Er springt! Ein Satz wie von einem Wahnsinnigen. Er liegt im Dreck, der Sieg ist beim Teufel, Papa stinksauer, aber er sieht ihn an und weiß: „Mein Sohn braucht den Nervenkitzel wie andere das tägliche Brot.“ Der Vater, ein weiser Mann, unterstützte ihn daraufhin in seiner Leidenschaft, unter der Bedingung, dass er beim „Gscheit hackeln“ in der Schule keine Gefangenen macht.

A bisserl Meschugge: Wenn Konkurrenten zu Hawara werden

In diesem Motocross-Zirkus ging es normalerweise zu wie im Haifischbecken – ein „Hund frisst Hund“, wie man im Englischen sagt, nur mit mehr Staub. Doch 1999 bei den X Games traut der Travis seinen Augen nicht: Die Freestyle-Fahrer helfen sich! Es war eine Herzenswärme wie beim Tarockieren mit Oma. Obwohl der Travis alles gewonnen hat, was man gewinnen kann, ein Pokal hier, ein Lorbeerkranz da , fühlte er sich einsam wie ein vergessener Regenschirm im Kaffeehaus. „Wozu der ganze Zores?“, fragte er sich. Also gründete er den Nitro Circus. Warum allein leiden, wenn man mit Freunden gemeinsam den Kopf riskieren kann? Das ist wahre Lebensfreude!

Der Ernst des Lebens (oder: Man wird ja nicht jünger)

Heute sind die Herren Väter. Und wenn man Kinder hat, fängt man an zu grübeln. Der Brian Deegan erinnert sich noch, wie der Travis einmal in Havasu einen Abflug gemacht hat, dass der Mutter das Herz fast stehen blieb. Das ist kein Vergnügen, das ist ein Drama! Travis sagt heute: „Ich bin vorsichtiger als die anderen Mamas auf dem Spielplatz.“ Er nennt es „kalkuliertes Risiko“. Wenn man sich schon hundertmal die Knochen sortiert hat wie ein Puzzle, dann weiß man eben, dass man nicht jeden Schmarrn mitmachen mus, zumindest nicht vor den Kindern.

Der Moment, wo die Welt den Atem anhielt

Das Jahr 2006, meine Damen und Herren – das war der Gipfel! Travis macht im Fernsehen den „Double Backflip“. Zweimal herum in der Luft! Die Leute vor den Apparaten haben vergessen zu atmen. In derselben Nacht fährt er noch gegen den Colin McRae Rallye, als wäre nichts gewesen. Ein Tausendsassa! Selbst der Deegan, wahrlich kein Kind von Traurigkeit, gab zu: „In dem Moment ist der Travis in andere Sphären entschwebt.“ Da war klar: Travis ist kein normaler Sportler mehr, er ist ein Phänomen. Und der Rest der Welt? Der blieb lieber mit beiden Beinen fest auf der Erde stehen.

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