Beim Mountain Enduro Weekend stand am Vormittag zunächst die Prolog-Besichtigung auf dem Programm. Ab 13:00 Uhr folgte das Qualifying mit zwei Durchgängen. Die Top 50 qualifizierten sich für das zweistündige Hard Enduro Rennen mit Einzelstart im Abstand von einer Sekunde. Das Rennen wurde in entgegengesetzter Richtung zum Qualifying gefahren – auf einer nochmals verschärften Strecke.
Die Runde forderte die Fahrer mit einem Steilhang aus der Sandgrube, einer Waldauffahrt im extrem tiefen Boden, Felssektionen über die bekannten Passagen der früheren ÖEC-Strecke sowie umgestürzten Bäumen, die die Auffahrten zum echten Hard Enduro machten. Zurück in der Sandgrube wartete der legendäre Zielsprung.
Mauel Preuhs zeigte bereits im Qualifying seine Klasse: Der erste Lauf lief perfekt – seine Lieblings-Sonderprüfung – und endete mit Platz 1 und 30 Sekunden Vorsprung. Den zweiten Qualifying-Lauf ließ er aus, um der Hitze zu entgehen und Kräfte für das Rennen zu sparen.
Im Rennen legte Preuhs eine fehlerfreie erste Runde im Sonderprüfungstempo hin und fuhr früh einen guten Vorsprung heraus. Ab Runde zwei bildete sich in der Waldauffahrt ein Mega-Stau, in dem sich die Fahrer gegenseitig halfen. Preuss konnte sich dennoch alleine im Zickzack durch das Feld arbeiten. Von Runde zu Runde lichtete sich die Strecke sichtbar: Nur 25 Starter absolvierten die volle Renndistanz von zwei Stunden in der Hitze; viele begnügten sich mit einer Runde – oder die Zeit reichte nicht mehr für eine zweite.
In der Sandgrube herrschte Mega-Action mit Getränken und Musik – zwischen Hard Enduro und Motorrad-Weitwurf. Preuhs’ Linienwahl am Steilhang war effektiv - wenn auch unspektakulär und seine fehlerfreien, konstanten Rundenzeiten sowie der gute Rhythmus beim Überrunden prägten seinen Auftritt. Dank gilt allen Fahrern, die, wenn möglich, Platz machten.
Nach zwei Stunden wurde die Zieleinfahrt in der Sandgrube gebührend gefeiert - Respekt Manuel Preuhs!
Auf Platz 2 landete Lukas Hofer, auf Platz 3 Philip Schneider und grundsätzlich gebührt allen Teilnehmern ein gehöriger Respekt, sich dieser Herausforderung gestellt zu haben!