Während die Leichtspüler-Fraktion auf 105-Kilo-Zweitakt-Enduros durch die Bäume zirkelt, hat sich die ADV-Ultimate-Klasse zur reinsten Gladiatoren-Arena entwickelt. Über 200 Kilo Eisen, zwei Zylinder, Schmalz ohne Ende. Mittendrin im Epizentrum des Wahnsinns: der Rudolf Dieter auf seiner KTM 890 Adventure R.
Wer glaubt, mit so einem Trümmer von Reiseenduro fährt man zum Eiscafe, hat Dieter nicht am Gashahn drehen sehen. Das war kein Endurowandern, das war feinstes Eichenholz-Spalten mit dem Vorschlaghammer.
Das Startfeld: Nur für Hartgesottene
Die Starterliste der Adventure-Klasse liest sich 2026 wie das Who-is-Who der gepflegten Grobstollen-Prominenz. Wer hier mitspielt, hat die ganz große Kontrolle über sich und das Gerät :
Dieter Rudolf (KTM 890 Adventure R) – Der Niederösterreich-Express
Mario Roman (CFMOTO 450MT) – Der spanische Vollgas-Botaniker
Pol Tarrés (Yamaha Ténéré 700) – Der Schwerkraft-Ignorant
Jonny Walker (Triumph Tiger 900 Rally Pro) – Der britische Edelendurist
Kevin Gallas (Yamaha Ténéré 700) – Der Materialprüfer vom Dienst
Prolog Sibiu: Kaltverformung im Minutentakt
Schon beim Prolog auf der Hauptstraße von Sibiu brannte die Hütte. Betonschwellen, Lkw-Reifen, Holzstoß-Katastrophen. Dieter zirkelt den 890er Twin mit einer stoischen Ruhe über die Hindernisse, dass den Zuschauern die Bierbecher aus der Hand fallen. Das Resultat: Rang 3 im Stadt-Gefecht. Die Ansage saß.
„Wenn das Trumm einmal schiebt, dann schiebt es. Da überlegst dir dreimal, ob du die Spur wechselst oder einfach den nächsten Baum umnietest.“
Die Karpaten-Mühle: Staub, Schweiß und Zylinder-Power
Vier Tage Offroad-Massaker. Wer meint, die 890er fahre von alleine, der soll mal versuchen, im Steilhang bei 35 Grad im Schatten einen Zweizylinder um die Kehre zu wuchten, während dir das Vorderrad im tiefsten Karpaten-Schlamm versackt.
Dieter Rudolf - Präzision und Muskelkraft auf der KTM 890
Für den Niederösterreicher Dieter Rudolf war der Wechsel in die Adventure-Klasse ein radikaler Schritt. Nach jahrelanger Erfahrung in der extremen Gold-Klasse tauschte er sein gewohntes, rund 100 kg leichtes Sportenduro-Arbeitsgerät gegen die mehr als doppelt so schwere KTM 890 Adventure R ein.
Schon beim spektakulären Stadt-Prolog in den Straßen von Sibiu bewies Rudolf, wie präzise sich das Österreicher Power-Paket trotz des massiven Eigengewichts über künstliche Baumstämme, Betonblöcke und steile Rampen zirkeln lässt.
Rudolf schenkte dem Bock nichts. Trotz Sturz, Zeitstrafe und einer Physis, die nach Tag drei eigentlich nach dem Notarzt schreit, blieb die Drosselklappe weit offen:
Traktions-Wunder: Wo die Kleinen nur hängen und spulen, gräbt der LC8c-Motor der KTM Stollen-Furchen in den Waldboden wie ein Mähdrescher auf Steroiden.
Finaler Amoklauf: Am Tag 4 knallte Dieter nach dem Service-Stopp im Staub von Sibiu Zeiten ins Unterholz, dass der Konkurrenz die Spucke wegblieb. Tarrés auf der Ténéré kriegte auf der Etappe mal eben viereinhalb Minuten aufgebrummt. Platz 2 im Tages-Finish!
Das Podium der Wahnsinnigen
Am Ende verbeugte sich das Karpaten-Gebirge vor den Big-Bike-Helden. Mario Roman holt sich den Gesamtsieg auf der CFMOTO, Tarrés rettet den zweiten Platz und Dieter Rudolf brennt die KTM 890 R grandios auf den 3. Gesamtplatz!
Quelle:
Red Bull Romäniacs
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