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Verkehrsamt Wien

Motorradreporter - 26.03.2017 Einefetza, Freizeit, Safebike

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Viele Geschichten und Mythen ranken um Wiens mächtigste Behörde. Seit das Bollwerk der österr. Bürokratie kürzlich in den den 3. Bezirk umsiedelte, wollten wir das legendenträchtige Institut unter die Lupe nehmen und müssen im Vorfeld enttäuscht feststellen: Der Mythos ist Tot.

 

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Verkehrswesen

“Das Verkehrsamt hat eine ganz zentrale Bedeutung für die Landespolizeidirektion Wien, es ist eine Sicherheitsverwaltung für Österreich und dazu gehört auch ein geordnetes Verkehrswesen.“ Mit diesen Worten eröffnete der Landespolizeipräsident vor einigen Monaten das Verkehrsamt Neu, welches jetzt in der Dietrichgasse in Wien Landstrasse (ehem. Siemensgründe) beheimatet ist.

Den ersten Kontakt mit dem geordneten Verkehrswesen, hat der junge motivierte Führerscheinaspirant, der nach erfolgreich abgelegter Prüfung, mit stolz geschwellter Brust, seinen Führerschein dort abholt.

Den 2. Kontakt hat er im Normalfall, wenn er den Fahrschein wieder abgibt, weil

a) angsoffen
b) zu schnell

 

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Früher

Einem Insider zufolge, hat die MA2412 (das berühmteste Amt von Österreich) eben die Verkehrsbehörde zur Vorlage und alle Geschichten die satirisch aufbereitet wurden, sind grundlegend wahr. 

 

 

Einige Versicherungsvertreter aus dem näheren Umfeld erinnern sich mit Schaudern an das frühe Verkehrsamt. Denn vormals war die KFZ Zulassung noch in Hand fanatischer Obrigkeiten und der Versicherungsrepräsentant, der für seinen Kunden damals das neue Auto, oder Motorrad anmeldete erinnerte sich: „In der Früh bin ich aufgestanden und hab mir ein Bier reinghaut, wenn ich zum Amt musste. Ich hatte richtig Bammel…“

Ein anderer: „Ich hab immer hundert Schilling „Maut“ mitgehabt, zur Sicherheit.“

Mittlerweile sind die Zulassungsstellen an die Versicherungen ausgelagert und jeder kann „seine“ Lieblingszulassungstelle frei wählen.

 

Lokalaugenschein

In die Jahre gekommen ist das Gebäude am Josef-Holoubek Platz im Alsersgrund und somit war der Umzug notwendig. Wie der Zufall so will, mussten wir selber auf das Amt, um einige Erledigungen durchzuführen. Die Spannung stieg und das aufgeregte Gefühl am Morgen ließen wir freudig gewähren.

Bürokratie heisst in der Praxis, A4 Zetteln hin und herschieben. Um zu wissen welcher A4 Zettel wohin geschoben werden muss, empfiehlt es sich im Vorfeld zu informieren, wer welchen A4 Zettel zu bekommen habe.

Die Stadt Wien ist hier sehr gut sortiert:

www.help.gv.at

 

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Wenn alle A4 Zetteln sorgfältig in der Sammelmappe zusammengetroffen sind, die Gebühren richtig abgezählt in der Geldbörse lagern, fühlt man sich korrekt bewaffnet und startet richtig Dietrichgasse. Am besten mit dem Motorrad, denn Kundenparkplätze waren offenbar bei der Planung des neues Amtes nicht vorgesehen. 

Der Schlauch wird grundätzlich nur im Notfall genutzt, aber eine U3 Station dürfte in der Nähe sein. Parkhäuser, oder - Plätze haben wir jedoch keine in der Nähe angetroffen.

Den Eingang fanden wir nur beim 2. hinsehen. Der Hinweis auf ein Fitness Center im Gebäude fanden wir sofort, aber ganz sicher ob wir richtig waren, konnten wir erst beim Betreten festellen. Der Neugebäude Geruch lag noch in der Luft.

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Den Herren beim Infoschalter ließen wir links liegen.

1. War die Schlange zu lange (2. Kassa bitte !)
2. wussten wir wohin wir sollten (wir waren vorbereitet)
3. Waren alle Hinweis-Schilder gut lesbar und farblich gekennzeichnet (FS Entzug ist grün...:)

Folgende Reglements sind nun beim Betreten eines Amtszimmers mit der Aufschrift "Zimmer xyz" zu befolgen, um eine erfolgreiche Abhandlung zu erreichen.

 

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Anklopfen, Eintreten, „Grüss Gott sagen“ , deutlich und selbstbewusst.

So weiss der Beamte nun, 

a) jemand ist hier und will was
b) man wurde gut erzogen und ist katholisch

Einer der anwesenden Damen, blickte auf und nun folgte der nächste Schachzug:

Lächeln !

Eine positive Mimik wirkt grundätzlich in fast jeder Lebenssituation förderlich.  Insbesonders wenn man was will.

Die Dame zeigte sich äusserlich zwar unbeeindruckt, aber immerhin fragte sie was wir den wünschen. Sie benutzte tatsächlich den Begriff wünschen. Im Normalfall, ist so eine Aussage eine Steilvorlage für Antworten aller Art, aber wir konzentrierten uns auf das Wesentliche.

Und zwar genau so:

"Wir haben alle Unterlagen mit , um sie nicht lange zu belästigen. Ich benötige die Austellung eines Bla,blabla…

Wir haben mit:"

A) Einen Zettel A
B) einen Zettel B
C) Einen Auweis
D) Gebühr in Euro

Alle Unterlagen wurden in der genannten Reihenfolge auf den Tisch gelegt und mit einem fachmännischen Blick schätzte sie die Situation richtig ein.

  • Da ist einer der was will
  • Er hat alle Unterlagen da
  • Und er ist höflich

Ein bisschen Small Talk unaufällig eingeschoben, „ Wie finden sie das neue Amt ?“….und die Atmosphäre wurde fast freundschaftlich.

10 Minuten später war alles erledigt. 

Fazit:
Den Mythos von einem verruchten Amt, den wir von Hörensagen im Hinterkopf hatten, war in keinster Weise zu belegen. In keiner Situation hätten wir Trinkgeld brauchen können. Das Ambiente ist sauber und die Beschriftungen plausibel. Die Beamtinnen, mit denen wir zu tun hatten, waren korrekt und höflich. 

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Trotzdem Anmerkungen:

1. Ein Verkehrsamt ohne Parkplätze verstehen wir nicht
2. Der Infoschalter sollte verstärkt werden (Am besten mit einem Dolmetscher)

Schade dass das Amt um 12Uhr 30 schliesst.
 

Unser Vorschlag , für eine verbesserte Auffindung:vt1.jpg

Das richtige Formular muss leserlich ausgefüllt werden
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Finden wir gut: Das Passfoto Service im Haus
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Die Rezensionen zeigen schnell wer vorbereitet war und wer nicht
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Links:
http://www.polizei.gv.at/wien/buergerservice/fuehrerschein/start.aspx
https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/

 

Fotos: Motorradreporter