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Der Erzbergrodeo Prolog - Die Linie ist das Entscheidende !

Luke Mac Fernbach - 31.05.2015 Einefetza, Erzbergrodeo, Sport, Szene, Archiv

Kurventraining

Kurventraining

Über 7 Jahre begleitet der Motorradreporter, Racedirector, Karl Katoch, auf der Suche nach der allgemein gültigen Wahrheit, um die schnellste Variable des Erzbergrodeo General Iron Road Prologs auszumachen. (Wer diesen Satz nicht verstanden hat, braucht gar nicht weiterlesen)

Das Red Bull Hare Scramble ist klarerweise, das eigentliche Rennen des legendären Offroad Spektakels, der steirischen multinationalen Veranstaltung. Doch die wahren Connaisseure des einspurigen Motorsportes wissen ganz genau, daß der Iron Road Prolog der wahre Genuss auf dem Gaumen ist. Ähnlich ist das Verhältnis zwischen Filetsteak und Fiorentiner Bistecca. Die ganze Welt weiss das weiche und beste Stück des Rindes , das Filet, zu schätzen, aber nur die echten Kenner, wählen das T-Bone.

Dabei müssen wir einmal Grundsätzliches definieren, um den Platz der Nummer 1 am Iron Road Prolog zu fixieren:

1. Der Wille zu gewinnen.
Der Wille, im Unterschied zu Trieb und Begehren, ist ein geistiger Akt, von dem ein Impuls zur Verwirklichung bestimmter Ziele ausgeht.
Das Ziel ist es, 1. zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist im Motorsport (wie auch sonst im alltäglichen Leben ) eine Devise grundsätzlich ausschlaggebend: „Whatever it Takes !“ auf deutsch: Alles notwendige Tun ! Dieses Tun ist aber in der Praxis weit gefächert und die Personen die prinzipiell die philosophischen Zusammenhänge (Kausalitäten) der Ethik, der Logik, der Ästhetik und der Erkenntnistheorie zusammenfassen können, haben das Rüstzeug für den 1. PLATZ. GRUNDLEGEND !

-  Klarerweise nicht zwingenderweise, aber auf internationalen Niveau durchaus ratsam. = Valentino Rossi heißt nicht umsonst Il Dottore, der Doktor. Einer der bis ins kleinste Detail analysiert. -

Endlich

Endlich Daumen hoch - Da wird frohlockt

 

Innerhalb der Sparte Ethik (Die Lehre des menschlichen Handelns) würde das zb. bedeuten:
Menschen die schneller sind als ich, oder mehr wissen (Erfahrener sind) solange auszufragen, bis ich auf dem selben Wissensstand bin. (Völlig egal wie gut ich bin, oder wieviel Rennen ich bis Dato gewonnen habe).

Ein weiterer Aspekt könnte sein: Wie gebe ich  mich, wenn ich gewonnen habe, wie verhalte ich mich wenn ich verloren habe. Wie verhalte ich mich gegenüber der Konkurrenz, bin ich freundlich, oder lass ich mich emotional gehen…(Weinen erzeugt Mitleid) Oder, wenn ich die Möglichkeit habe "Abzukürzen" und keiner siehts, mach ichs dann ? = Open Minded zu sein, könnte als schöner Begriff dafür verwendet werden.

 

O-ton, Andreas Lettenbichler:
Viel Fragen und Zuhören ist ganz wichtig !

O-ton: Rudi Pöschl:
Leute die Abkürzen sind der Ruaß. Ich könnt mich nicht in Spiegel schauen...

Innerhalb der Sparte Ästhetik (was ist schön ?) könnte das. zb. bedeuten:
Wie muss ich auftreten um zb. Sponsoren zu gewinnen ? Oder der mechanische und optische Zustand meines Motorrades.  = Das Spektrum der Ästhetik ist vielfältig.
Ist die Farbwahl meiner Stiefel passend zu den Handschuhen, oder zeige ich mich in Fetzn.

 

Kleider machen Leute, gerade auch beim Motorsport !

Die philosophische Logik hingegen ist ein hartes Brot, denn im Normalfall erschließt sie sich nur, wenn ich am Podest stehe. Denn dann hat die logische kausale Kette funktioniert. Wenn nicht, dann suche mal schön den Fehler. Der 10 fachen Motocross Weltmeister, Stefan Everts, fragt sich heute noch, warum er gegen den österreichischen Staatsmeister, Ossi Reisinger verloren hat, mit 9 Sekunden Rückstand, beim Erzbergrodeo - Prolog 2011. Der hat sich ziemlich stark geärgert. Als Karl Katoch, nach seiner Niederlage, ihm die Linie vom Reisinger aus dem Hubschrauber gezeigt hat, hat er diese mit Freude zur Kenntnisgenommen. (Die Worte waren nicht jugendfrei - Rennfahrer sind leicht angfressn)

 

(Die Metaphysik lassen wir weg, die brauchen wir nur, wenns komplett vorbei ist und dann ist´s auch nur interessant für die Hinterbliebenen)

 

2. GAS GEBEN
Zugegebenen, der Motorradreporter hat keine Ahnung vom ultimativen Vollgasgeben. Rein physikalisch, bedeutet es nach jahrelangem theoretischem Studium,  den Gasgriff, ab Start, auf Anschlag zu drehen und solange in dieser Stellung zu verharren, bis die Physik ein Änderung notwendig macht. zb. eine Kurve. Dann sollte man die Gasgriff Position verändern, um eine Geschwindigkeitsreduzierung zu bewirken, oder die Sozialversicherung wird belastet. (das arge Bremsen wird hier absichtlich nicht erwähnt)

Wenn nun ein Zettel hergenommen wird und man zeichnet eine lange Gerade ein und dann ein Kurve, ist die Grafik eindeutig, um den Weg mit der längsten Vollgasstellung einzuzeichnen. Die kürzeste Verbindung zwischen 2 Punkten ist tatsächlich eine Gerade. (Der Mathematik Lehrer hat doch nicht gelogen!)

 

= Möglichst lange gerade bleiben und den Kurvenradius so kurz wie möglich halten, vor allem bei Strecken die keine sogenannten „Anleger“ (Berms) vorzuweisen haben. Die Strecke des Erzbergrodeo - Prologs ist zu über 80%  Anlegerfrei !

 

O-ton, Lars Enöckl:
Vollgas uns trotzdem sauber fahren ist entscheidend !

 

Daraus ergibt sich die Linie und hieraus wieder die Fahrtechnik:

3. DIE LINIE

Aussen - Innen - Aussen, ist seit Ben Hur´s legendärem Sieg in der Arena im alten Rom, lange bekannt und üblich. Den Schwung und die längste Gerade bekommst man nur , wenn die komplette Breite der Strecke ausgenützt wird. Erzbergrodeo Prolog ist Qualifying und die "Qualifying Line" ist die Linie, um die schnellste Zeit zu erwirtschaften.  Sie ist international und immer gleich.

 

O - ton Peter Nesuta, Timing: Erzbergrodeo  - Die Prologlinie ist wie Motogp fahren , aber nicht 125er.  Ganz einfach.

4. Die Fahrtechnik

Die richtige Fahrtechnik zu beschreiben, um das Erzbergrodeo zu gewinnen, maßen wir uns nicht an, aber wir haben einige Videos gemacht, die mehr sagen als schnöde Worte.

Karl Katoch wettet im Vorfeld,  seit vielen Jahren mit Alex Doringer, dem KTM Teammanager, wer den Generali Iron Road Polog gewinnt.

 

"Bis jetzt habe ich jedes Jahr gewonnen und der Doringer schuldet mir einige Kisten Bier. Ich glaube ich werde diese heuer einfordern."

Trotzdem noch ein kleiner unbedeutender, fahrtechnischer Hinweis von Karl Katoch:

- Derjenige der mich rechtzeitig angerufen hat, dem habe ich gerne geholfen die richtige Technik am Berg zu finden. Jedem. Außer zuhören muss er nix machen, und die Erfolge geben mir recht, Angefangen von Blazusiak, Reisinger, Fally, Enöckl, ...alles 1. Plätze...Brandauer habe ich in 1. Reihe gebracht und Dieter Rudolf mit der KTM Freeride ebenso. Mir macht das viel Spaß mit den Top Fahrern trainieren zu gehen, eine Ehre ist es mir sowieso und außer ein Danke will ich gar nichts haben. Selbstverständlich zeige ich auch gerne vor. -

 -  90% der Fahrer die Antreten haben keine Ahnung von der richtigen Linie am Berg. - Das Motorrad  muss niedergespannt sein, um stabil zu sein, vorm Scheitel musst Gas geben, und trotzdem auf der Bremse stehen, sonst bist Lederer. -

- Dieses Jahr wird gewinnen: *** *****, obwohl der Dakar Pilot Matthias Walkner mir schon eine SMS geschrieben hat, dass er dieses Jahr am Podest stehen wird. Vorstellen kann ich´s mir durchaus, er ist ja nicht umsonst Weltmeister, aber wenn man die Linie bei den Schlüsselstellen , wie zb. bei Maschin´n oder 3 Könige nicht kennt,...mal schauen. -

In diesem Sinne wünschen wir uns allen viel Spaß, um das eigentliche Rennen der heimlichen Motorsport Geniesser, den Generali Iron Road Prolog zu betrachten.

Jeder Bremspunkt wird dokumentiert - Die Gänge nach den Schlüsselstellen übersetzt

 

Jeder Bremspunkt wird dokumentiert - Die Gänge nach den Schlüsselstellen übersetzt

Da machen sie einige Personen Gedanken

Da machen sie einige Personen Gedanken

 

Video Archiv, Erzbergrodeo Prolog Training:

 

 

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MR/LF

 

 

Offen gesagt:

18.05.2016 Luke Mc Fernbach

Letztes Jahr hat Jonny Walker in fabelhafter Manier den Generali Iron Road Prolog gewonnen und ist dann auch noch bei Red Bull Hare Scramble am Podium gestanden. Was für ein Kaliber !