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Das leiwande Österreich. MotorradmagazinStürzen ist Schande

Vollgas mit Jan Mohr

Jan Mohr Presseservice - 21.07.2017 Sport, Szene

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Nach unserem Test im belgischen Zolder, standen nun endlich die ersten Rennen des Yamaha R6 Dunlop Cups an. Vom 29.6. bis 2.7. 2017 heulten die Motoren in der Motorsport Arena Oschersleben auf.

Am Donnerstag standen noch diverse Umbau- und Fertigstellungsarbeiten am Bike an, wobei meine Mechaniker einen tollen Job machten und mir ein perfektes Bike fürs Wochenende hinstellten. Am Freitag ging es dann das erste Mal auf die Strecke. Ich fühlte mich gleich wohl, auf der für mich noch neuen Strecke. Im ersten Training fuhr ich auf 6, dann 4 und dann auf 3. Ich konnte meine Zeiten ständig verbessern und das Fahrwerk mit dem Team immer besser auf mich und die Strecke abstimmen. Damit waren wir alle sehr zufrieden.

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Am Samstag hatten wir dann nochmal ein freies Training und dann wurde es ernst, denn die Qualifyings standen vor der Tür. Obwohl der Wetterbericht für das ganze Wochenende Regen brachte, fuhren wir bisher immer im Trockenen. Genauso in Q1. Ich setzte den Aufwärtstrend fort, verbesserte meine Zeiten nochmals deutlich und fuhr erneut auf P3. Damit hatten wir schon mal einen guten Vergleich, denn jetzt hielt sich niemand mehr zurück. Vor dem zweiten Qualifying fing es dann leicht an zu Regnen. Nicht genügend für Regenreifen und so war die erste Startreihe schon fix! Ich fuhr vorsichtig raus und sah mir die Bedingungen an. Ich fuhr auf P8, aber ließ es dann gut sein, da sich unter diesen Bedingungen sowieso niemand verbessern konnte und ich das Bike für das Rennen ganz lassen wollte. Somit startete ich aus Reihe 1!

Was auch bedeutete, dass mein Mechaniker Micha einen ganzen Pack gegrillte Münchner Weißwürste essen muss (eine Wette vom letzten Jahr, die sich nun an ihm rächte).

Wenige Stunden später ging es auch schon in das erste Rennen. Leider war die Strecke total nass, was bedeutete, dass wir auf Regenreifen fuhren. Es sollte mein erstes Regenrennen werden und viel Erfahrung im Nassen hatte ich auch noch nicht. Ich kam nicht besonders gut zurecht und konnte gerade noch so einen 9. Platz ins Ziel retten, als das Rennen aufgrund eines Sturzes abgebrochen wurde. (Gute Besserung Manu!) Ich blieb sitzen und nahm 7 wichtige Punkte mit. Es war kein tolles Rennen, aber Schadensbegrenzung.

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Als ich am Sonntagmorgen bei Sonnenschein aufwachte, witterte ich meine Chance und war sofort voll motiviert und fokussiert. Ich nahm ein kleines Frühstück zu mir und ging nochmal den Plan fürs Rennen durch. In der Früh hatten wir noch ein kurzes Warm Up, welches ich als Schnellster beendete. Und um kurz nach 11 wurde es dann ernst. Erneut aus der ersten Reihe startend, kam ich super weg und bog als Führender in die erste Kurve ein. Da sich die Fahrer hinter mir bekämpften, konnte ich in der ersten Runde gleich einen kleinen Vorsprung herausfahren. Anschließend führte ich das Feld sechs Runden lang an. Aufgrund eines heftigen Sturzes von Andreas Klammbauer wurde das Rennen abgebrochen (Gute Besserung Andi!).

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Ich kehrte in die Box zurück, atmete mal tief durch, nahm einen Schluck und bereitete Mich auf den Restart vor.

 

Allerdings verzögerte sich alles sehr lange. Bis mich Micha dann nach einer Fahrerlagerdurchsage vom Stuhl riss und mir sagte, dass ich gewonnen habe! Wir konnten es alle gar nicht glauben und waren im Ausnahmezustand!

Dann ging es zur Siegerehrung und wir waren einfach alle überglücklich! Was für ein Gefühl!!! Mein erster Sieg (und gleichzeitig mein erstes Podium) wurde natürlich ordnungsgemäß gefeiert! Es war ein fantastischer Tag, den ich sicher niemals vergessen werde! Einfach unglaublich!

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Presse Jan Mohr
Fotos: Mohr